Paul-Ehrlich-Institut beschuldigt Corona-Impfgegner der Angstmacherei
19.11.2020 - 09:07:14 | ad-hoc-news.de
Klaus Cichutek, der PrĂ€sident des Paul-Ehrlich-Instituts, erklĂ€rte der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" fĂŒr ihre am Donnerstag erscheinende Ausgabe, Warnungen vor SchĂ€digungen des Erbgutes seien falsch und schĂŒrten "unbegrĂŒndete Ăngste". Bedenken, die neuartigen, mRNA-basierten Impfstoffe könnten VerĂ€nderungen am Erbgut des Menschen verursachen, entsprĂ€chen "nicht dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand", betonte Cichutek.
Der Biochemiker erlĂ€uterte, um in die DNA des Menschen, also in die Erbinformation in den Kernen der Körperzellen, eingebaut zu werden, mĂŒsse die RNA - der TrĂ€ger der DNA â quasi "zurĂŒckgeschrieben" werden. Hierzu seien zwei Enzyme erforderlich, ĂŒber die normale menschliche Zellen gar nicht verfĂŒgten. Des Weiteren verbleibe die RNA nicht lange in der Zelle, sondern sie werde nach einiger Zeit abgebaut. Auch die Aussagen von Impf-Kritikern, es lĂ€gen noch keinerlei humanmedizinische Erfahrungswerte mit genbasierten Impfstoffen vor, wies Cichutek zurĂŒck und stellte fest, es gebe im Rahmen klinischer Tests, etwa mit einem therapeutischen Tumor-Impfstoff, durchaus bereits Erfahrungen mit mRNA-Impfstoffen beim Menschen. Hierbei sei es nicht zu besorgniserregenden Nebenwirkungen gekommen. Auch bei ausgedehnten Tierversuchen mit mRNA-Impfstoffen habe es "keine Hinweise auf schwere Nebenwirkungen oder SchĂ€den" gegeben, unterstrich der Wissenschaftler.
Verschiedener Pharmaunternehmen wollen in absehbarer Zeit die Zulassung ihrer Impfstoffe beantragen und berichten, die Wirksamkeit ihrer Produkte liege bei 90 bis 94,5 Prozent. Bereits aus den PrĂŒfphasen 1 und 2 lĂ€gen sehr vielversprechende Daten vor, teilte das Paul-Ehrlich-Institut mit. Bei geimpften Personen habe man spezifische Antikörper gegen das Virus Sars-CoV-2 nachweisen können. Auch hĂ€tten die Probanden entsprechende T-Zellen, die sogenannten "Fresszellen", ausgebildet. Das sei positiv zu beurteilen, hieĂ es aus der in Langen ansĂ€ssigen Behörde, und man gehe davon aus, dass diese ersten Befunde sich in der aktuell laufenden Phase 3, an der Zehntausende von Probanden beteiligt seien, bestĂ€tigen werden.
FĂŒr eine Zulassung der neuen Impfstoffe in der EuropĂ€ischen Union muss zunĂ€chst eine Mehrheit des Humanarzneimittelausschusses der EuropĂ€ischen Arzneimittelagentur eine entsprechende Empfehlung aussprechen. Danach ist noch die Zustimmung der EU-Kommission erforderlich.
Cichutek sagte der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung", die Vorstellung, einzelne LĂ€nder könnten im nationalen Alleingang einen Impfstoff blockieren, halte er fĂŒr absurd. Es sei nur schwer vorstellbar, dass "ein Land sagen wird, Corona ist nicht so schlimm, und sich bei einem klar positiven Nutzen-Risiko-VerhĂ€ltnis gegen die Impfstoffzulassung stellen wĂŒrde." Die Frage, ab wann die ersten Impfstoffe frĂŒhestens ihre Zulassung erhalten werden, wollte der 64 Jahre alte PrĂ€sident des Paul-Ehrlich-Instituts, der auch Professor fĂŒr Biochemie an der UniversitĂ€t Frankfurt am Main ist, nicht beantworten. Das Institut selbst erinnerte an eine SchĂ€tzung der GeschĂ€ftsstelle der EuropĂ€ischen Arzneimittelagentur, wonach es zu Anfang des nĂ€chsten Jahres so weit sein könnte. Eine Zulassung bedeute aber noch nicht, dass auch sofort Impfstoffe fĂŒr alle verfĂŒgbar seien.
Das Paul-Ehrlich-Institut ist eine Bundesbehörde, die dem Bundesgesundheitsministerium unterstellt ist. Seine Aufgabe ist die Zulassung von Impfstoffen, biomedizinischen Arzneimitteln und medizintechnischen GerÀten. Auch die Genehmigung von klinischen Studien von Arzneimitteln in seiner ZustÀndigkeit gehört zu seinen Aufgaben.
Der Biochemiker erlĂ€uterte, um in die DNA des Menschen, also in die Erbinformation in den Kernen der Körperzellen, eingebaut zu werden, mĂŒsse die RNA - der TrĂ€ger der DNA â quasi "zurĂŒckgeschrieben" werden. Hierzu seien zwei Enzyme erforderlich, ĂŒber die normale menschliche Zellen gar nicht verfĂŒgten. Des Weiteren verbleibe die RNA nicht lange in der Zelle, sondern sie werde nach einiger Zeit abgebaut. Auch die Aussagen von Impf-Kritikern, es lĂ€gen noch keinerlei humanmedizinische Erfahrungswerte mit genbasierten Impfstoffen vor, wies Cichutek zurĂŒck und stellte fest, es gebe im Rahmen klinischer Tests, etwa mit einem therapeutischen Tumor-Impfstoff, durchaus bereits Erfahrungen mit mRNA-Impfstoffen beim Menschen. Hierbei sei es nicht zu besorgniserregenden Nebenwirkungen gekommen. Auch bei ausgedehnten Tierversuchen mit mRNA-Impfstoffen habe es "keine Hinweise auf schwere Nebenwirkungen oder SchĂ€den" gegeben, unterstrich der Wissenschaftler.
Verschiedener Pharmaunternehmen wollen in absehbarer Zeit die Zulassung ihrer Impfstoffe beantragen und berichten, die Wirksamkeit ihrer Produkte liege bei 90 bis 94,5 Prozent. Bereits aus den PrĂŒfphasen 1 und 2 lĂ€gen sehr vielversprechende Daten vor, teilte das Paul-Ehrlich-Institut mit. Bei geimpften Personen habe man spezifische Antikörper gegen das Virus Sars-CoV-2 nachweisen können. Auch hĂ€tten die Probanden entsprechende T-Zellen, die sogenannten "Fresszellen", ausgebildet. Das sei positiv zu beurteilen, hieĂ es aus der in Langen ansĂ€ssigen Behörde, und man gehe davon aus, dass diese ersten Befunde sich in der aktuell laufenden Phase 3, an der Zehntausende von Probanden beteiligt seien, bestĂ€tigen werden.
FĂŒr eine Zulassung der neuen Impfstoffe in der EuropĂ€ischen Union muss zunĂ€chst eine Mehrheit des Humanarzneimittelausschusses der EuropĂ€ischen Arzneimittelagentur eine entsprechende Empfehlung aussprechen. Danach ist noch die Zustimmung der EU-Kommission erforderlich.
Cichutek sagte der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung", die Vorstellung, einzelne LĂ€nder könnten im nationalen Alleingang einen Impfstoff blockieren, halte er fĂŒr absurd. Es sei nur schwer vorstellbar, dass "ein Land sagen wird, Corona ist nicht so schlimm, und sich bei einem klar positiven Nutzen-Risiko-VerhĂ€ltnis gegen die Impfstoffzulassung stellen wĂŒrde." Die Frage, ab wann die ersten Impfstoffe frĂŒhestens ihre Zulassung erhalten werden, wollte der 64 Jahre alte PrĂ€sident des Paul-Ehrlich-Instituts, der auch Professor fĂŒr Biochemie an der UniversitĂ€t Frankfurt am Main ist, nicht beantworten. Das Institut selbst erinnerte an eine SchĂ€tzung der GeschĂ€ftsstelle der EuropĂ€ischen Arzneimittelagentur, wonach es zu Anfang des nĂ€chsten Jahres so weit sein könnte. Eine Zulassung bedeute aber noch nicht, dass auch sofort Impfstoffe fĂŒr alle verfĂŒgbar seien.
Das Paul-Ehrlich-Institut ist eine Bundesbehörde, die dem Bundesgesundheitsministerium unterstellt ist. Seine Aufgabe ist die Zulassung von Impfstoffen, biomedizinischen Arzneimitteln und medizintechnischen GerÀten. Auch die Genehmigung von klinischen Studien von Arzneimitteln in seiner ZustÀndigkeit gehört zu seinen Aufgaben.
Redaktion ad-hoc-news.de, A-1010413
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