Polens, PrÀsident

Polens PrÀsident stoppt Gesetz zur 'Pille danach' per Veto

29.03.2024 - 17:28:15

Polens PrÀsident Andrzej Duda hat sein Veto gegen ein Gesetz eingelegt, das den Zugang zur "Pille danach" erleichtern soll.

Grund fĂŒr die Entscheidung sei "der Wille, die verfassungsgemĂ€ĂŸen Rechte und den Gesundheitsschutz von Kindern zu achten", teilte die PrĂ€sidialverwaltung in Warschau am Freitag mit.

Die von beiden Kammern des Parlaments mit den Stimmen der proeuropĂ€ischen Regierungsmehrheit verabschiedete Novelle des Pharmaziegesetzes sah vor, dass kĂŒnftig Frauen und MĂ€dchen ab einem Alter von 15 Jahren die "Pille danach" ohne Rezept erhalten können.

Duda stammt aus den Reihen der nationalkonservativen frĂŒheren Regierungspartei PiS. In der BegrĂŒndung fĂŒr seine Entscheidung hieß es, der PrĂ€sident habe "keine rechtlichen Lösungen akzeptieren können, die Kindern unter 18 Jahren den Zugang zu Arzneimitteln zur EmpfĂ€ngnisverhĂŒtung ohne Ă€rztliche Aufsicht und ohne RĂŒcksicht auf die Rolle und Verantwortung der Eltern ermöglichen".

Polens Regierungschef Donald Tusk kommentierte die Entscheidung Dudas auf der Plattform X (vormals Twitter). "Der PrÀsident hat die Gelegenheit nicht genutzt, um sich auf die Seite der Frauen zu stellen", schrieb Tusk. Nun werde die Regierung Plan B umsetzen.

Was das bedeutet, hat zuvor Gesundheitsministerin Izabela Leszczyna erlĂ€utert. Sie kĂŒndigte an, im Falle eines Vetos werde die Regierung die entsprechenden Regelungen per Verordnung umsetzen. Die Vorschriften fĂŒr Apotheker wĂŒrden geĂ€ndert. "Die Tablette wird ab dem 1. Mai erhĂ€ltlich sein", erklĂ€rte die Ministerin.

@ dpa.de