Polens, PrÀsident

Polens PrÀsident: USA planen keinen Truppenabzug aus Europa

18.02.2025 - 18:00:26

Polens PrÀsident Andrzej Duda rechnet nach GesprÀchen mit US-Regierungsvertretern nicht damit, dass die Vereinigten Staaten ihre TruppenstÀrke in Europa reduzieren oder die Soldaten sogar ganz abziehen.

"Es deutet nichts darauf hin, dass sich die USA aus Europa zurĂŒckziehen werden", sagte Duda in Warschau nach einem Treffen mit dem US-Sondergesandten fĂŒr die Ukraine, Keith Kellogg.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth habe ihm in der vergangenen Woche sogar sehr deutlich zugesagt, dass Polen eher eine VerstÀrkung der amerikanischen Truppen erwarten könne. Duda sagte mit Blick auf die Nato-Ostflanke und sein Land: "Es gibt absolut keine amerikanische Absicht, die AktivitÀten im Hinblick auf die Sicherheit in unserem Teil Europas zu reduzieren oder die Anzahl der amerikanischen Truppen zu verringern."

Die Forderung von US-PrĂ€sident Donald Trump nach höheren Verteidigungsausgaben der anderen Nato-Staaten und die Frontalattacke von US-VizeprĂ€sident J.D. Vance auf europĂ€ische Demokratien bei der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz haben in Europa die Angst geschĂŒrt, dass die Amerikaner Truppen vom Kontinent abziehen könnten.

US-Verteidigungsminister Hegseth hatte in der vergangenen Woche bei einem Truppenbesuch in Stuttgart gesagt, es sei nicht unmittelbar geplant, die TruppenstĂ€rke in Europa zu verringern. Er betonte aber: "Es besteht Einigkeit darĂŒber, dass wir die StreitkrĂ€ftelage weltweit ĂŒberprĂŒfen werden." US-PrĂ€sident Donald Trump habe an vielen Stellen andere Vorstellungen als sein VorgĂ€nger Joe Biden.

Nach Angaben des Europa-Kommandos der US-StreitkrÀfte (Eucom) sind rund 78.000 amerikanische Soldaten in Europa stationiert - darunter etwa 37.000 in Deutschland. In Polen sind es rund 10.000 auf einer Rotationsbasis.

Kellogg besuchte Polen auf der Durchreise nach Kiew, wo er am Donnerstag mit dem ukrainischen PrÀsidenten Wolodymyr Selenskyj und Verteidigungsminister Rustem Umjerow zusammentreffen wird.

@ dpa.de