Politbarometer, Bundestagswahl

Politbarometer: AfD steigt auf 28 Prozent, Union fÀllt auf 21

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 07:08 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Die AfD baut ihren Vorsprung im ZDF-Politbarometer aus, wĂ€hrend CDU und CSU weiter nachgeben. SPD, GrĂŒne und Linke liegen ebenfalls im zweistelligen Bereich; die FDP fĂ€llt auf drei Prozent.

Politbarometer: Union verliert weiter - AfD und SPD legen zu
Friedrich Merz am 24.09.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Die AfD bleibt im aktuellen Politbarometer des ZDF stÀrkste politische Kraft. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wÀre, kÀme sie laut der Forschungsgruppe Wahlen auf 28 Prozent.

Union verliert einen Punkt

Damit legt die AfD gegenĂŒber der vorherigen Erhebung um einen Prozentpunkt zu. CDU und CSU verlieren dagegen einen Punkt und erreichen zusammen 21 Prozent.

SPD gewinnt hinzu

Die SPD verbessert sich um einen Prozentpunkt auf 13 Prozent. FĂŒr die GrĂŒnen werden unverĂ€ndert 14 Prozent ausgewiesen, die Linke bleibt bei 12 Prozent.

FDP fÀllt auf drei Prozent

Die FDP verliert einen Prozentpunkt und kommt auf 3 Prozent. Die sonstigen Parteien erreichen unverÀndert 9 Prozent.

Das Politbarometer misst die politische Stimmung unter der Annahme einer Bundestagswahl am kommenden Sonntag. Die Erhebung ist daher eine Momentaufnahme und keine Prognose des tatsÀchlichen Wahlergebnisses. VerÀnderungen um einen Prozentpunkt liegen zudem hÀufig im Bereich, in dem sich Zufalls- und Gewichtungseffekte bemerkbar machen können.

Politisch auffĂ€llig ist vor allem die Kombination aus Platz eins fĂŒr die AfD und weiteren Verlusten der Union. Mit 28 Prozent liegt die AfD sieben Punkte vor CDU und CSU. Zugleich bleibt das Parteiensystem stark ausdifferenziert: Neben Union und AfD erreichen SPD, GrĂŒne und Linke jeweils zweistellige Werte, wĂ€hrend die FDP bei drei Prozent liegt.

Mehrere rechnerische Optionen

Aus den Umfragewerten ergeben sich unterschiedliche rechnerische Mehrheiten, deren politische Umsetzung von Koalitionsaussagen und der Sitzverteilung abhĂ€ngen wĂŒrde. Die Zahlen zeigen deshalb zunĂ€chst KrĂ€fteverhĂ€ltnisse, nicht automatisch mögliche Regierungsbildungen. FĂŒr die Union erhöht der RĂŒckgang den Druck, die eigene Bindungskraft gegenĂŒber AfD und anderen Parteien zu stĂ€rken; der SPD-Zuwachs fĂ€llt dagegen trotz des Pluspunkts begrenzt aus.

Bedeutung fĂŒr die Parteien

FĂŒr WĂ€hler bedeutet der Abstand zwischen AfD und Union, dass bundespolitische Debatten ĂŒber Mehrheiten, Abgrenzung und programmatische Profile an Gewicht gewinnen. Ob sich der Trend fortsetzt, hĂ€ngt von weiteren Umfragen, politischen Ereignissen und der Mobilisierung bis zur nĂ€chsten Wahl ab.

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