Politiker und VerbÀnde werten Silvester-EinsÀtze als Erfolg
01.01.2024 - 19:53:44FĂŒr Manuel Barth, den Sprecher der Feuerwehrgewerkschaft in Berlin, ist "das Konzept der Polizei aufgegangen, mit massivem Personalaufgebot schwere Ausschreitungen zu verhindern". Bisher lĂ€gen ihm dennoch 60 Meldungen zu Angriffen auf Feuerwehrleute in Berlin vor, darunter aber wohl viele, die keinerlei SchĂ€den verursachten, und keine Meldungen "zu schweren Verletzungen oder Hinterhalten wie im letzten Jahr". "Meine Kollegen berichten aber einhellig: Das Gewaltpotenzial war unverĂ€ndert da, es wurde diesmal aber kleingehalten." Man habe durch den "vierfachen KrĂ€fteeinsatz der Polizei und die 1.500 Feuerwehrleute ein besseres Schmerzmittel gegen die Aggressoren gefunden. Die Berliner Gesellschaft darf sich aber nicht an das Schmerzmittel gewöhnen." Solche aufwendigen EinsĂ€tze dĂŒrften "nicht das neue Normal an Silvester werden". FĂŒr Irene Mihalic, parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der GrĂŒnen im Bundestag, ist der RĂŒckgang der Gewalt "sicher auch auf die allerorts gute Vorbereitung im Vorfeld und den hohen KrĂ€fteeinsatz in der Nacht zurĂŒckzufĂŒhren". Um GewaltausbrĂŒche kĂŒnftig zu verhindern, fordert sie: "Gerade im Bereich der GewaltprĂ€vention und der Jugendarbeit darf nicht lĂ€nger gekĂŒrzt werden. Im Gegenteil muss es darum gehen, die Strukturen zu verbessern und verlĂ€sslicher auszubauen." Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, sagte der "Welt", die Polizeiarbeit werde sich dauerhaft verĂ€ndern. "Wir mĂŒssen lernen, in Tausendschaften statt in Hundertschaften zu planen. Ob Karneval, Freibadsaison, WeihnachtsmĂ€rkte oder eben Silvesternacht - was frĂŒher einsatztaktisch keine groĂe Herausforderung war, ist zum polizeilichen Mega-Event geworden."


