RB Leipzig zerlegt Eintracht Frankfurt mit 6:0 – Nkunku mit Hattrick
Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 20:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWSRB Leipzig hat sich mit einem 6:0 (4:0) gegen Eintracht Frankfurt vom misslungenen Bundesliga-Start befreit und Trainer Martin Demichelis vorerst aus der Kritik genommen.
Leipzig fĂĽhrt frĂĽh
Vor 47.800 Zuschauern traf Ezechiel Banzuzi bereits nach 46 Sekunden, Christopher Nkunku erhöhte in der fünften Minute. Die Eintracht fand danach zwar besser in die Partie, scheiterte aber mehrfach an Leipzigs Torwart Marten Vandevoordt.
Nkunku schreibt Vereinsgeschichte
Nkunku entschied die Partie noch vor der Pause: In der 41. und 44. Minute legte der Franzose zwei weitere Treffer nach und erzielte damit den ersten Bundesliga-Hattrick in der Geschichte von RB Leipzig. Antonio Nusa erhöhte in der 54. Minute, Tidiam Gomis setzte in der 89. Minute den Schlusspunkt.
Demichelis erhält Luft
Leipzig kletterte durch den Sieg auf Platz fünf. Demichelis war nach nur zwei Erfolgen aus den ersten vier Bundesligaspielen unter Druck geraten; zwischenzeitlich war über eine mögliche Rückkehr von Julian Nagelsmann spekuliert worden. Der klare Erfolg dürfte diese Debatte zunächst bremsen.
Frankfurt enttäuscht
Eintracht Frankfurt bleibt nach der Niederlage auf Platz 13 und wartet unter Trainer-RĂĽckkehrer Adi HĂĽtter weiter auf eine nachhaltige sportliche Wende. HĂĽtter stellte zur zweiten Halbzeit auf eine Viererkette um, doch auch danach erzielte nur Leipzig weitere Tore.
Blick auf die Champions League
Demichelis nahm Nkunku und Nusa nach gut einer Stunde vom Platz, um sie für das Champions-League-Spiel gegen PSV Eindhoven am Dienstag zu schonen. Für Frankfurt wird nach dem deutlichen Rückschlag vor allem die defensive Stabilität zum Thema.
Leipzig nutzt den Befreiungsschlag
Der 6:0-Erfolg verändert die Ausgangslage bei RB Leipzig zunächst deutlich. Nach zwei Siegen und zwei Niederlagen aus den ersten vier Bundesligaspielen sowie einem schwachen Champions-League-Auftritt war Trainer Martin Demichelis unter Druck geraten. Im Oktober wartet auf Leipzig ein dichtes Programm mit sieben Spielen, darunter die Aufgaben gegen PSV Eindhoven, Bayern München und Real Madrid.
Sportlich besonders aussagekräftig ist die Art des Sieges: Leipzig entschied die Partie mit zwei frühen Treffern und vier Toren vor der Pause. Nkunkus Hattrick, Nusas Tor und die Paraden von Vandevoordt zeigen, dass die Mannschaft sowohl im Umschalten als auch bei der Chancenverwertung funktionierte. Der klare Erfolg nimmt den Debatten über einen möglichen Trainerwechsel vorerst die Schärfe, ersetzt aber keine Stabilität über mehrere Spiele.
Frankfurt braucht defensive Antworten
Für Eintracht Frankfurt fällt die Bilanz deutlich negativer aus. Adi Hütter hatte vor der Partie zwischen einer kompakten Dreier- oder Fünferkette und mehr offensiver Präsenz abwägen müssen; die sechs Gegentore machen die defensive Anfälligkeit nun zum zentralen Thema. Die Eintracht bleibt trotz ihrer offensiven Qualität hinter den Erwartungen zurück und muss zeigen, dass die Niederlage ein Ausrutscher bleibt. Für Leser bedeutet das Ergebnis vor allem: Leipzig gewinnt Anschluss an die oberen Tabellenplätze, während sich Frankfurts Saisonstart weiter verschärft.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
MDR: „Neustart oder verschärfte Krise: RB Leipzig vor Frankfurt-Duell unter Druck“ (10.10.2026)
Der Bericht habe Leipzig vor dem Spiel als Mannschaft unter erheblichem Druck beschrieben und auf das schwierige Oktoberprogramm mit sieben Partien verwiesen. Anders als die aktuelle Begegnung, die der Artikel noch als offene Bewährungsprobe behandelt habe, zeige das Ergebnis nun den klaren sportlichen Befreiungsschlag; offen bleibe, ob daraus dauerhafte Stabilität entstehe.
FOCUS online: „Bundesliga im Liveticker: RB Leipzigs Demichelis steht gegen Eintracht unter Druck“ (09.10.2026)
Der Artikel habe den Druck auf Demichelis, die Gerüchte über Julian Nagelsmann und die unmittelbar bevorstehenden Spiele gegen Eindhoven, München und Madrid hervorgehoben. Er habe zugleich berichtet, eine Niederlage gegen Frankfurt werde nicht automatisch eine Freistellung auslösen; der 6:0-Sieg bestätige damit den beschriebenen kurzfristigen Handlungsspielraum des Trainers.
Beide Berichte hätten Leipzigs schwierige Ausgangslage und die Bedeutung des Frankfurt-Spiels betont. Nach dem deutlichen Sieg verschiebe sich der Schwerpunkt von der Trainerfrage auf die Frage, ob Leipzig die Leistung in den kommenden Pflichtspielen bestätigen könne.

