Ataman: «Schulen keine diskriminierungsfreien Zonen»
15.06.2023 - 11:49:21 | dpa.deNach EinschÀtzung der Antidiskriminierungsbeauftragten des Bundes, Ferda Ataman, sind die rechtsextremen VorfÀlle an einer Schule in Brandenburg «nur die Spitze des Eisbergs» gewesen.
«Diskriminierung fĂ€ngt viel frĂŒher an. Umso wichtiger ist es zu handeln und nicht zu schweigen», sagte Ataman in einer Mitteilung zu einer Preisverleihung zu Antidiskriminierungsprojekten an Schulen. «Schulen sind keine diskriminierungsfreien Zonen. Im Gegenteil: Nirgendwo lohnt es sich mehr, sich fĂŒr ein respektvolles, faires Miteinander zu engagieren», sagte sie. «Wenn rechtsextreme VorfĂ€lle wie jĂŒngst in Brandenburg bekannt werden, ist das nur die Spitze des Eisbergs.»
Im Mai war ein Brief bekannt geworden, in dem LehrkrĂ€fte einer Oberschule aus dem Spreewald in Brandenburg beklagten, sie seien tĂ€glich mit Rechtsextremismus, Sexismus und Homophobie konfrontiert. Zudem erlebten sie eine «Mauer des Schweigens». LehrkrĂ€fte und SchĂŒler, die offen gegen rechtsorientierte SchĂŒler und ElternhĂ€user agierten, fĂŒrchteten um ihre Sicherheit.
Bei der Preisverleihung sagte Ataman, man wolle, dass Antidiskriminierung Schule mache. Der erste Preis ging an ein Theaterprojekt gegen Alltagsrassismus, Intoleranz und fĂŒr Vielfalt der Hohen Landesschule Hanau in Hessen. Die Preise waren jeweils mit 5000, 3000 und zwei Mal 2000 Euro dotiert.
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