Umstrukturierung, Wettbewerb

WDH / ROUNDUP: Russisches Gericht blockiert Verkauf von Raiffeisen-Tochter

06.09.2024 - 12:47:08

(ROUNDUP ergĂ€nzt in der Überschrift)WIEN - Der geplante RĂŒckzug der Raiffeisen Bank International AT0000606306 (RBI) aus Russland wird durch ein Gerichtsurteil blockiert.

(ROUNDUP ergĂ€nzt in der Überschrift)

WIEN (dpa-AFX) - Der geplante RĂŒckzug der Raiffeisen Bank International AT0000606306 (RBI) aus Russland wird durch ein Gerichtsurteil blockiert. Wie die österreichische Bank mitteilte, hat ein russisches Gericht eine einstweilige VerfĂŒgung erlassen, die es der RBI verbietet, ihre Tochterbank in Russland zu verkaufen.

Der Entscheid werde die AusstiegsplĂ€ne verzögern, erklĂ€rte das Unternehmen, das zuletzt noch eine wichtige Rolle im russischen Bankensektor gespielt hatte. Die RBI werde jedoch "mit allen rechtlichen Mitteln versuchen, die heutige Gerichtsentscheidung rĂŒckgĂ€ngig zu machen", hieß es in der Mitteilung.

Einem RĂŒckzug aus Russland liegen aber noch andere Hindernisse im Weg. Es mĂŒsste ein KĂ€ufer gefunden werden, der nicht mit Sanktionen belegt ist. Außerdem wĂ€re eine Genehmigung des russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin nötig.

Russland-GeschÀft bereits stark eingeschrÀnkt

Die RBI hat ihr GeschĂ€ft in Russland bereits stark eingeschrĂ€nkt. Anfang 2023 waren noch etwa 30 Prozent aller Euro- und Dollar-Transfers aus Russland im internationalen Zahlungssystem SWIFT ĂŒber die RBI gelaufen. Nun werden FremdwĂ€hrungs-Transaktionen nur noch fĂŒr einige internationale Kunden durchgefĂŒhrt, sagte ein RBI-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Wegen der hohen Zinsen in Russland erwirtschaftet die RBI dort aber immer noch viel Geld. Im ersten Halbjahr waren es 705 Millionen Euro nach Steuern - etwa die HĂ€lfte des Konzerngewinns.

@ dpa.de | AT0000606306 UMSTRUKTURIERUNG