Berlin bestellt nach russischen Drohungen Botschafter ein
26.05.2026 - 16:25:21 | dpa.de
Das AuswĂ€rtige Amt kritisiert scharf die jĂŒngsten Drohungen Russlands gegen die Ukraine und auslĂ€ndische Diplomaten. Nach der Aufforderung Russlands, dass auslĂ€ndische BĂŒrgerinnen und BĂŒrger Kiew verlassen sollen, bestellte das AuswĂ€rtige Amt den russischen Botschafter in Berlin ein, wie es auf der Plattform X mitteilte.
Russland setze auf Drohen, Terror und Eskalation, schrieb das AuĂenministerium auf X. «Wir haben Russland heute deutlich gemacht: Wir lassen uns durch Drohungen nicht einschĂŒchtern und werden die Ukraine weiter kraftvoll unterstĂŒtzen.»
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Nach dem schweren russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am Wochenende hatte Moskau mit einer neuen Attacke gedroht. Das russische AuĂenministerium rief auslĂ€ndische Diplomaten dazu auf, Kiew schnellstmöglich zu verlassen. Das russische MilitĂ€r werde als Antwort auf den ukrainischen Beschuss eines Wohnheims in der von Russland kontrollierten Stadt Starobilsk nun systematisch RĂŒstungsobjekte und «Entscheidungszentren» in Kiew angreifen, hieĂ es in der Mitteilung.
Russland greift seit dem Kriegsbeginn vor mehr als vier Jahren systematisch das Hinterland der Ukraine an â und trifft dabei immer wieder auch zivile Infrastrukturobjekte oder WohnhĂ€user. Die Verantwortung fĂŒr die vielen zivilen Opfer in der Ukraine lehnt Moskau dabei ab. Wegen des Angriffs auf Starobilsk hingegen hat Kremlchef Wladimir Putin Vergeltung gefordert.
