Rehlinger, Bundestagswahlkampf

Rehlinger kritisiert vorgezogenen Bundestagswahlkampf bei MPK

06.03.2024 - 21:50:10

Saarlands Regierungschefin Anke Rehlinger (SPD) hat sich nach der MinisterprĂ€sidentenkonferenz mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) enttĂ€uscht ĂŒber die Ergebnisse gezeigt.

"Ich finde es außerordentlich schade, dass die MPK immer mal wieder fĂŒr vorgezogenen Bundestagswahlkampf statt zur BĂŒndelung parteiĂŒbergreifender LĂ€nderinteressen genutzt wird", sagte Rehlinger dem Nachrichtenportal "T-Online" am Mittwoch. "Leider war es heute noch nicht möglich, eine gemeinsame Sicht der LĂ€nder auf die notwendige Wirtschaftspolitik zu formulieren." Die Schuld sieht Rehlinger vor allem bei der Union.

"Sogar das Wachstumschancengesetz wird ja derzeit von der Union blockiert, gleichzeitig fordert sie in der Öffentlichkeit eine Steuerentlastung nach der anderen", kritisiert die MinisterprĂ€sidentin. Rehlinger erhöhte zugleich den Druck auf ihre Unionskollegen in den LĂ€ndern, eine Reform der Schuldenbremse voranzutreiben: Die industrielle Transformation und die Modernisierung der Infrastruktur erforderten "massive Investitionen von Unternehmen wie auch des Staates", sagte die saarlĂ€ndische Regierungschefin. "Es ist gut, dass parteiĂŒbergreifend immer mehr Verantwortliche in den LĂ€ndern sich fĂŒr eine Modernisierung der Schuldenbremse aussprechen." Vor Kurzem hatte sich Hessens MinisterprĂ€sident Boris Rhein (CDU) bei einer Reform der im Grundgesetz verankerten Schuldenregel gesprĂ€chsbereit gezeigt. Auch andere CDU-LĂ€nderchefs hatten dies in der Vergangenheit getan. Laut "T-Online" wurde das Thema auf der MinisterprĂ€sidentenkonferenz am Mittwoch von der Unionsseite jedoch weitgehend abgeblockt.

@ dts-nachrichtenagentur.de