Sachsen-Anhalt: Siegmund will Wahl im Dezember sichern
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 16:42 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDer AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, will die Wahl zum MinisterprĂ€sidenten im ersten Wahlgang sichern. Er kĂŒndigte an, mit dem Vorhaben im Dezember beginnen zu wollen.
Siegmund nennt Dezember als festen Zeitplan
In einem GesprĂ€ch mit dem Nachrichtensender âWeltâ sagte Siegmund, die GesprĂ€che der vergangenen Wochen hĂ€tten es ermöglicht, ein konkretes Datum festzulegen. Die Sicherung der MinisterprĂ€sidentenwahl im ersten Wahlgang sei fĂŒr ihn eine Voraussetzung gewesen, diesen Schritt öffentlich zu machen.
Nach seinen Angaben soll der Zeitplan im Dezember umgesetzt werden. Siegmund erklÀrte zugleich, innerhalb der AfD-Fraktion und mit weiteren Abgeordneten seien noch politische Fragen offen.
Offene Fragen in der Fraktion
Diese Punkte seien grundsÀtzlich lösbar, benötigten aber weitere Zeit. Die entsprechenden GesprÀche mit den Kollegen seien verabredet, sagte Siegmund.
Der AfD-Politiker betonte, man habe nun ein festes Datum, an dem festgehalten werde. Darauf solle in den kommenden Wochen hingearbeitet werden.
Ulrich Siegmunds AnkĂŒndigung fĂ€llt in eine Phase, in der die AfD in Sachsen-Anhalt nach ihrem Erfolg bei der Landtagswahl den Anspruch auf die Regierungsbildung verfolgt. FĂŒr die MinisterprĂ€sidentenwahl reicht der Wahlerfolg allein jedoch nicht aus: Entscheidend ist, ob Siegmund im Landtag die notwendige Mehrheit erhĂ€lt.
Die von Siegmund angesprochenen offenen Fragen innerhalb der Fraktion und unter weiteren Abgeordneten zeigen, dass der Zeitplan bis Dezember auch der innerparteilichen Abstimmung dienen soll. GesprĂ€che ĂŒber politische Positionen und das konkrete Vorgehen sind damit ein zentraler Bestandteil der Vorbereitung.
Mehrheit im Landtag entscheidet
Besondere Bedeutung hat die Zahl der verfĂŒgbaren Stimmen. Eine Wahl im ersten Durchgang wĂŒrde den politischen FĂŒhrungsanspruch der AfD unmittelbar in ein Regierungsamt ĂŒbersetzen. DafĂŒr mĂŒsste Siegmund neben der eigenen Fraktion weitere Abgeordnete hinter sich bringen. Welche Vereinbarungen oder politischen Bedingungen dafĂŒr gelten könnten, ist in der Meldung nicht benannt.
Der Dezember wird damit zum entscheidenden Termin fĂŒr die Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt. Bis dahin dĂŒrfte nicht nur die Geschlossenheit der AfD-Fraktion geprĂŒft werden, sondern auch die Haltung anderer Parteien und Abgeordneter. FĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger geht es dabei um die Frage, welche politische Mehrheit kĂŒnftig die Landesregierung trĂ€gt und welche Vorhaben daraus hervorgehen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
FOCUS Online: âSiegmund will sich im Dezember zur Wahl stellenâ (29.09.2026)
Der Beitrag bestĂ€tigt Siegmunds Vorhaben und ordnet es als Reaktion auf seinen Erfolg bei der Landtagswahl ein. Im Mittelpunkt steht die AnkĂŒndigung, sich im Dezember in Magdeburg zur Wahl zu stellen; die im dts-Bericht genannten innerfraktionellen offenen Fragen werden dort nicht nĂ€her ausgefĂŒhrt.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
taz: âAfD in Sachsen-Anhalt: Rechtsextreme haben bald ersten LandtagsprĂ€sidentenâ (28.09.2026)
Der Artikel behandelt vor allem die geplante Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum LandtagsprĂ€sidenten und beschreibt sie als möglichen Test fĂŒr die angestrebte MinisterprĂ€sidentenwahl Siegmunds. Anders als die dts-Meldung konzentriert sich der Beitrag auf die Rolle des BSW und die politischen Voraussetzungen fĂŒr Mehrheiten.
Beide BeitrĂ€ge stellen den Dezember als wichtigen Zeitraum fĂŒr die politische Neuordnung in Sachsen-Anhalt heraus. Unterschiedlich gewichtet werden die innerparteilichen Abstimmungen bei der AfD und die mögliche UnterstĂŒtzung durch andere Abgeordnete.
