Haseloff, Beibehaltung

Haseloff wirbt fĂŒr Beibehaltung von SolidaritĂ€tszuschlag

29.03.2025 - 00:00:00

Sachsen-Anhalts MinisterprÀsident Reiner Haseloff (CDU) hat seine Partei aufgefordert, den SolidaritÀtszuschlag beizubehalten.

"Ehe wir uns eine neue Steuer einfallen lassen, um unseren Sozialstaat zu finanzieren, sollten wir den SolidaritĂ€tszuschlag noch eine gewisse Zeit prolongieren", sagte der Regierungschef dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagausgabe). "Wir mĂŒssen da pragmatisch sein", so Haseloff. "Insbesondere in dieser schwierigen Wirtschaftslage können wir es uns nicht leisten, auf Einnahmen zu verzichten." Der SolidaritĂ€tszuschlag diente ursprĂŒnglich vor allem zur BewĂ€ltigung der Kosten fĂŒr die Wiedervereinigung.

Seit 2021 zahlen ihn aber nur noch Gutverdiener und Unternehmen. Die Union hatte im Wahlprogramm versprochen: "Wir schaffen den restlichen SolidaritĂ€tszuschlag ab. Er hat seine Aufgabe lĂ€ngst erfĂŒllt, ist fast 35 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht mehr zu rechtfertigen und belastet Unternehmen, FachkrĂ€fte und Sparer." Das Bundesverfassungsgericht hatte am Mittwoch eine Verfassungsbeschwerde von sechs FDP-Politikern gegen den SolidaritĂ€tszuschlag zurĂŒckgewiesen. Zur BegrĂŒndung hieß es, dass eine solche ErgĂ€nzungsabgabe einen aufgabenbezogenen finanziellen Mehrbedarf des Bundes voraussetze, dieser durch den Gesetzgeber allerdings nur in seinen GrundzĂŒgen zu umreißen sei. Im Fall des SolidaritĂ€tszuschlags sei dies der wiedervereinigungsbedingte finanzielle Mehrbedarf des Bundes. Ein offensichtlicher Wegfall des Mehrbedarfs des Bundes könne auch heute noch nicht festgestellt werden, so die Karlsruher Richter.

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