Kretschmer, Deutschland-Fahnen

Kretschmer will mehr Deutschland-Fahnen bei Demos gegen Rechts

04.02.2024 - 13:02:19 | dts-nachrichtenagentur.de

Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer (CDU) plĂ€diert dafĂŒr, mehr Deutschland-Fahnen bei den Demonstrationen gegen Rechtsextremismus zu zeigen.

Demo gegen Rechtsextremismus am 03.02.2024 - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Ich liebe die Fahne unseres Landes, wir dĂŒrfen sie nicht den Extremisten ĂŒberlassen, die sich ihrer bemĂ€chtigen wollen", sagte er den Zeitungen der "Mediengruppe Bayern". "Wir mĂŒssen dieses Symbol unseres freien Landes als Demokraten mit Freude zeigen." Bei den bisherigen Demos tauchten deutsche Fahnen nur sehr vereinzelt auf. Kretschmer attackiert im Zusammenhang mit den Protesten Kanzler und Bundesregierung scharf: "Mit jeder Meinungsumfrage und in jeder Wahlnachbefragung bekommen wir von den Menschen ein Pflichtenheft erstellt, das immer mit dem Thema Migration beginnt. Dann folgt das Thema Energiepreise. Die Bundesregierung dreht sich in unverantwortlicher Art und Weise weg. Was wir erleben, ist demokratiezerstörend. Diese Art der Politik wird das Thema Rechtsextremismus stĂ€rken und nicht reduzieren. Das macht mich fassungslos." Nur wenn man die Fragen der Migrationspolitik, Energiepolitik, des ĂŒbergriffigen Staats klĂ€re, gebe es eine Chance, diese Rechtsextremisten in die Schranken zu weisen, so Kretschmer.

"Es ist auch ein Fehler, wenn der Kanzler auf eine Demo fĂŒr die Demokratie geht, aber sich den Bauern nicht stellt." Kretschmer fordert einen Migrationsgipfel und die Einsetzung zweier Kommissionen zu den Themen Migration und Energie. "Wir brauchen einen Migrationsgipfel. Wir sind uns doch einig, dass wir die Zahlen reduzieren mĂŒssen. Wenn das unser Ziel ist, mĂŒssen wir Gesetze und Regeln finden, die das ermöglichen." Der Kanzler sollte deshalb eine parteiĂŒbergreifende Kommission einsetzen, die das gesamte gesellschaftliche und politische Spektrum, den LĂ€ndern, den Kirchen, Unicef bis zur Wirtschaft abbilde. "Mit dem Ziel, die Zahl deutlich zu begrenzen." Bei den Fragen der Energiepolitik mĂŒsse es genauso sein: "Es braucht eine Lösung zur Frage, wie man das Energieangebot erhöhen und die Preise drĂŒcken kann." Man mĂŒsse doch anerkennen, dass sich in den letzten zwei Jahren die Dinge geĂ€ndert hĂ€tten. Kretschmer macht auch die USA fĂŒr die ökonomische Lage Deutschlands mitverantwortlich. "Wir haben wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine kein russisches Gas mehr und Amerika fĂŒhrt einen Wirtschaftskrieg gegen uns mit ihrem Inflation Reduction Act. Darauf mĂŒssen wir endlich reagieren."

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