Wagenknecht, Ukraine

Wagenknecht fordert Ukraine zu Verzicht auf Nato-Beitritt auf

28.05.2025 - 11:00:03 | dts-nachrichtenagentur.de

Sahra Wagenknecht fordert die Ukraine auf, eine zukĂŒnftige Nato-Mitgliedschaft auszuschließen.

Sahra Wagenknecht (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Sahra Wagenknecht (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das sagte die BSW-Vorsitzende vor dem Besuch des ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch in Berlin der "Welt". Selenskyj soll unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) treffen. "Das Treffen zwischen Merz und Selenskyj darf kein nĂ€chster Kriegsgipfel, sondern sollte endlich ein Kompromissgipfel werden. Verantwortungsvoll wĂ€re es, wenn der Kanzler einen Interessenausgleich sucht und mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten eine Kompromisslinie fĂŒr Verhandlungen bespricht", sagte Wagenknecht. Es gehe hierbei um eine zentrale Frage des Ukraine-Kriegs.

"Die Nato-Frage war der wichtigste Grund fĂŒr den 24. Februar 2022, weil die Russen keine westlichen MilitĂ€rbasen und Raketen an ihrer Grenze wollen", behauptete die BSW-Chefin. An jenem Tag begann Russland seinen Angriffskrieg auf die gesamte Ukraine. Wagenknecht sieht eine Orientierung der Ukraine Richtung Westen als Problem. "Es wird keinen Frieden geben, solange der Nato-Beitritt oder die Stationierung von Nato-Truppen in der Ukraine im Raum stehen", so die BSW-Vorsitzende. "Nicht ein Waffenruhe-Ultimatum, sondern ein Nato-Verzicht wĂ€re der Beweis, dass Selenskyj und die EuropĂ€er auch ernsthaft verhandeln wollen." Es dĂŒrfe nicht nur gefragt werden, ob Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin verhandeln wolle. Merz hatte am Montag gesagt, dass es keine ReichweitenbeschrĂ€nkungen fĂŒr an die Ukraine gelieferte Waffen mehr gebe. Zuvor hatte der Bundeskanzler, gemeinsam mit dem britischen Premierminister Keir Starmer, dem französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron und dem polnischen MinisterprĂ€sidenten Donald Tusk, dem russischen PrĂ€sidenten ein Ultimatum fĂŒr eine Waffenruhe gesetzt - und kĂŒndigte mögliche neue Wirtschaftssanktionen an. Wagenknecht hĂ€lt das fĂŒr falsch: "Die Ultimaten und Sanktionen der EuropĂ€er in den letzten Wochen waren kein Verhandlungsangebot, sondern Sand im Getriebe möglicher FriedensgesprĂ€che." Vielmehr könne ein Nato-Verzicht der Ukraine neue Verhandlungen anregen. "Bei gleichzeitigen Sicherheitsgarantien von Staaten wie China könnte eine solche Bereitschaft zum Nato-Verzicht Putin an den Verhandlungstisch bringen", sagte Wagenknecht. "Bei diesem Treffen geht es auch um die Frage: Wollen Selenskyj und die EuropĂ€er ernsthaft verhandeln, um das Sterben zu beenden, oder wollen sie immer nur unrealistische Forderungen wiederholen?"

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
politik | 67382412 |