SC Freiburg schlägt Wolfsburg dank Goto mit 3:2 im Pokal
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 19:59 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWolfsburg verliert trotz Führung
- Der SC Freiburg setzte sich am Mittwoch im eigenen Stadion gegen den VfL Wolfsburg mit 3:2 durch.
- Kento Shiogai erzielte in der 8. und 43. Minute beide Wolfsburger Tore.
- Keisuke Goto traf in der 75. Minute und in der Nachspielzeit zum Freiburger Sieg.
Goto schießt Freiburg spät ins Pokal-Achtelfinale
Der SC Freiburg hat den VfL Wolfsburg in einem packenden DFB-Pokalspiel mit 3:2 (1:2) bezwungen und das Achtelfinale erreicht. Keisuke Goto erzielte in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer vor 32.000 Zuschauern.
Freiburg startet mit frühem Tor
Igor Matanovic brachte die Gastgeber in der 6. Minute per Kopf nach einer Flanke von Kapitän Christian Günter in Führung. Wolfsburgs Kento Shiogai glich nur zwei Minuten später aus, nachdem Torwart Timon Wellenreuther den Ball weit in die Freiburger Hälfte geschlagen hatte.
Noch vor der Pause drehte Shiogai die Partie. Nach einem Eckball von Muhammed Damar köpfte der Wolfsburger Angreifer in der 43. Minute zur 2:1-Führung für den Zweitligisten ein.
Videobeweis sorgt für Unruhe
Nach dem Seitenwechsel nahm Schiedsrichter Sören Storks einen Handelfmeter für Freiburg nach Videobeweis zurück. Die Partie blieb hektisch und war von Fouls und intensiven Zweikämpfen geprägt.
Ein Treffer von Christian Günter wurde wegen Abseits nicht anerkannt. Die Torhymne lief dennoch, zudem wurde das Tor kurzzeitig auf der Anzeigetafel eingeblendet.
Goto entscheidet das Spiel
Freiburg drängte weiter auf den Ausgleich, den Goto in der 75. Minute nach einer Ecke von Vincenzo Grifo per Kopf erzielte. Als bereits vieles auf eine Verlängerung hindeutete, nutzte Goto in der zweiten Minute der Nachspielzeit eine Unordnung in der Wolfsburger Abwehr und lupfte den Ball über Wellenreuther ins Netz.
Freiburgs Trainer Julian Schuster musste zudem früh wechseln: Nationalspieler Philipp Treu verließ das Feld in der 39. Minute angeschlagen, Lukas Kübler kam für ihn in die Partie.
Der Freiburger Erfolg fällt in eine Pokalrunde, in der Bundesligisten gegen klassenniedrigere oder formstarke Gegner besonders unter Druck stehen. Wolfsburg trat als Zweitligist im Breisgau an, konnte die Partie aber nach dem frühen Rückstand innerhalb der ersten Halbzeit drehen. Damit blieb die Begegnung bis in die Schlussphase offen.
Für Freiburg war der Sieg sportlich und psychologisch bedeutsam, weil die Mannschaft nach drei Pflichtspiel-Niederlagen in Serie in den Wettbewerb startete. Der Einzug ins Achtelfinale verhindert einen weiteren Rückschlag und gibt dem Team eine zusätzliche Perspektive neben dem Ligabetrieb.
Entscheidung in der Schlussphase
Das Spiel zeigte zugleich die besondere Dynamik des DFB-Pokals: Freiburg hatte mehr Ballbesitz und Feldvorteile, Wolfsburg nutzte jedoch Standards, Umschaltmomente und Fehler des Gegners. Nach dem Ausgleich durch Goto veränderte ein später individueller Fehler die Ausgangslage erneut. Für Wolfsburg endet der Pokalabend trotz zweier Treffer von Shiogai.
Freiburg muss den Erfolg mit der Verletzung von Philipp Treu und der Diskussion um den zurückgenommenen Handelfmeter bezahlen. Im Achtelfinale wartet nun ein weiterer K.-o.-Termin, während Wolfsburg sich auf den Zweitliga-Alltag konzentrieren kann.
