Einigung, Transparenzgesetz

Einigung zu Transparenzgesetz fĂŒr Kliniken

21.02.2024 - 20:40:33

Seit Monaten ringen Bund und LĂ€nder mĂŒhsam um eine Neuaufstellung der Kliniken in Deutschland. Neben einer großen Reform gibt es ein Gesetz, das feststeckte - bis jetzt.

Im Streit um mehr Transparenz bei Klinik-Behandlungen ist eine Einigung gefunden. Im Vermittlungsausschuss kamen Vertreter von Bundestag und Bundesrat in Berlin bei einem dazu geplanten Gesetz ĂŒberein.

Nun stehe einer Beschlussfassung im Bundesrat nichts mehr im Wege, sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Die Kliniken sollten zudem einen «Transformationsfonds» mit Blick auf eine geplante große Krankenhausreform bekommen, fĂŒr den 50 Milliarden Euro von 2025 an fĂŒr zehn Jahre geplant seien. Die Summe sollten sich Bund und LĂ€nder je zur HĂ€lfte teilen.

Der Bundesrat hatte das vom Bundestag beschlossene Transparenzgesetz im November zunĂ€chst gestoppt. Es soll einen Online-Atlas schaffen, der Patientinnen und Patienten Auskunft ĂŒber bundesweit 1700 Klinikstandorte gibt. Zu erkennen sein soll in dem «Transparenzverzeichnis», welches Krankenhaus welche Leistungen anbietet.

Abrufbar sein sollen auch Daten zur Behandlungserfahrung, zum PersonalschlĂŒssel bei Ärztinnen, Ärzten und PflegekrĂ€ften sowie zu Komplikationsraten ausgewĂ€hlter Eingriffe. Der Start des Portals ist weiterhin fĂŒr den 1. Mai geplant, wie Lauterbach sagte. 

Im Gesetz vorgesehen sind auch Regelungen zu zusĂ€tzlicher LiquiditĂ€t in Milliardenhöhe fĂŒr die Klinken. Es soll eine große Reform mit Neuregelungen zur VergĂŒtung der KrankenhĂ€user begleiten, ĂŒber die Bund und LĂ€nder seit Monaten verhandeln. Beim vorlĂ€ufigen Stopp des Gesetzes im Herbst hatten mehrere LĂ€nder kritisiert, dass es der geplanten großen Reform zuvorkommen wĂŒrde. Sie monierten Eingriffe in ihre Hoheit fĂŒr die Krankenhausplanungen.

@ dpa.de