'Katastrophale Brandgefahr' im SĂŒdosten Australiens
27.02.2024 - 06:58:16Aber das Schlimmste steht offenbar noch bevor: GroĂe Hitze gepaart mit starken Winden könnte in den nĂ€chsten Tagen zu "katastrophalen Bedingungen" fĂŒhren, schrieb die Nachrichtenagentur AAP am Dienstag unter Berufung auf die Behörden. Gefahr besteht vor allem in der Region Wimmera westlich von Melbourne sowie in fĂŒnf weiteren Regionen des Bundesstaates Victoria, wo groĂe Trockenheit herrscht.
Teilweise wurden Temperaturen von weit ĂŒber 40 Grad erwartet. Zehntausende Anwohner sollten sich nach Möglichkeit bis spĂ€testens Mittwochmorgen (Ortszeit) in Sicherheit bringen. "Ich wĂŒrde spĂ€testens zur Mittagszeit aufbrechen, da die Wetterbedingungen ab 12.00 Uhr ziemlich schlimm werden", sagte der örtliche Feuerwehrchef Jason Heffernan.
Das schwere Feuer rund um die Stadt Ballarat, das seit Tagen wĂŒtet, ist derweil noch immer nicht unter Kontrolle. Mehr als 20 000 Hektar Land und sechs HĂ€user sind den Flammen bereits zum Opfer gefallen.
Die Premierministerin von Victoria, Jacinta Allan, sprach von einem der "wahrscheinlich gefĂ€hrlichsten Tage, die Victoria in den letzten Jahren erlebt hat". Am Mittwoch sollten deshalb fast 100 Schulen und KindergĂ€rten vorsichtshalber geschlossen bleiben. Auch drei Nationalparks wurden vorsorglich fĂŒr Besucher gesperrt, darunter der wegen seiner herrlichen Landschaften und zerklĂŒfteten Berglandschaft beliebte Grampians Nationalpark. Mehr als 60 Löschflugzeuge standen bereit.
Der Sender 9News berichtete, in der Region drohten die schlimmsten BrĂ€nde seit dem verheerenden "schwarzen Sommer" 2019-2020. Damals hatten wochenlange Buschfeuer mehr als zwölf Millionen Hektar Land verwĂŒstet, unzĂ€hlige Tiere wurden verletzt, getötet oder aus ihren LebensrĂ€umen vertrieben.
Auch im Westen von Down Under geriet derweil am Dienstag ein Buschfeuer auĂer Kontrolle. Bewohner der Kleinstadt Australind sĂŒdlich von Perth wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Die Situation sei lebensbedrohlich, zitierte die Zeitung "The West Australian" die EinsatzkrĂ€fte. In der betroffenen Region wohnen rund 20 000 Menschen. Die Feuerwehr kĂ€mpfte am Boden und aus der Luft gegen die Flammen.

