Marathon, Großbritannien

Kenianer stürmt zu Marathon-Weltrekord unter zwei Stunden

26.04.2026 - 12:39:07 | dpa.de

Sensation in London: Der Kenianer Sabastian Sawe läuft zum ersten Mal einen offiziellen Marathon unter zwei Stunden. Sawe schreibt damit Sport-Geschichte.

  • Sabastian Sawe schreibt in London Sport-Geschichte. (Archivbild) - Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa
    Sabastian Sawe schreibt in London Sport-Geschichte. (Archivbild) - Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa
  • Sabastian Sawe lief überraschend einen Marathon-Weltrekord in London. - Foto: John Walton/PA Wire/dpa
    Sabastian Sawe lief überraschend einen Marathon-Weltrekord in London. - Foto: John Walton/PA Wire/dpa
  • Der London-Marathon gehört zu den prestigeträchtigsten Rennen der Welt. - Foto: Ben Whitley/PA Wire/dpa
    Der London-Marathon gehört zu den prestigeträchtigsten Rennen der Welt. - Foto: Ben Whitley/PA Wire/dpa
Sabastian Sawe schreibt in London Sport-Geschichte. (Archivbild) - Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa Sabastian Sawe lief überraschend einen Marathon-Weltrekord in London. - Foto: John Walton/PA Wire/dpa Der London-Marathon gehört zu den prestigeträchtigsten Rennen der Welt. - Foto: Ben Whitley/PA Wire/dpa

Der Kenianer Sabastian Sawe hat in London den Marathon-Weltrekord geknackt. Sawe gewann bei dem prestigeträchtigen Rennen in 1:59:30 Stunden und blieb damit als erster Mensch in einem offiziellen Wettkampf unter der magischen Zwei-Stunden-Marke. Er war 65 Sekunden schneller als sein Landsmann Kelvin Kiptum, der 2023 in Chicago 2:00:35 Stunden lief. Kiptum war nur wenige Monate später im Februar 2024 bei einem Verkehrsunfall in seiner Heimat ums Leben gekommen.

Sawe stieß in eine neue Dimension vor und schrieb mit seiner Zeit nun Sport-Geschichte, wenngleich vor ihm bereits der zweimalige Olympiasieger und ehemalige Weltrekordler Eliud Kipchoge einen Marathon unter zwei Stunden absolviert hatte. Der Kenianer schaffte die klassische Strecke am 12. Oktober 2019 in Wien in 1:59:40 Stunden. Dieser Lauf war allerdings nicht öffentlich und fand unter Laborbedingungen mit wechselnden Tempomachern statt. Daher galt die Zeit nicht als Weltrekord.

Tempo von Beginn an hoch

Bei optimalen Bedingungen in London war das Tempo auch dank mehrerer Pacemaker von Beginn an extrem hoch. Lange lief eine größere Spitzengruppe zusammen, ehe sich Vorjahressieger Sawe und Yomif Kejelcha aus Äthiopien nach etwa 30 Kilometern absetzten. Kejelcha gab in der britischen Hauptstadt sein Marathon-Debüt.

Eine Topplatzierung verpasste dieses Mal der deutsche Rekordhalter Amanal Petros. Er lief wie gewohnt ein defensives Rennen und hielt sich lange in der Verfolgergruppe auf. Petros war auf der ersten Hälfte noch auf Kurs, seinen deutschen Rekord zu knacken. Doch nach gut 25 Kilometern musste der 30-Jährige abreißen lassen. Petros landete in 2:08:31 Stunden auf dem 15. Platz und verfehlte seinen deutschen Rekord um mehr als vier Minuten.

Bei den Frauen siegte Tigst Assefa aus Äthiopien in 2:15:41 Stunden. Damit blieb sie nur 16 Sekunden über dem 23 Jahre alten Streckenrekord der britischen Lauf-Ikone Paula Radcliffe.

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