Facebook-Konzern Meta sperrt russischen Sender RT weltweit
17.09.2024 - 05:27:19RT (vormals Russia Today) sowie mehrere angeschlossene Organisationen werden weltweit aus den Apps des Unternehmens verbannt, wie Meta mitteilte. Zum Konzern gehören neben Facebook unter anderem Instagram, WhatsApp und Threads. In der EU ist RT bereits seit FrĂŒhjahr 2022 wegen Desinformations-Kampagnen rund um den russischen Angriffskrieg in der Ukraine gesperrt.
Am vergangenen Freitag hatte die US-Regierung RT Einmischung in "die souverĂ€nen Angelegenheiten von LĂ€ndern auf der ganzen Welt" vorgeworfen. Der Staatssender beteilige sich an Operationen zur verdeckten Einflussnahme und arbeite Hand in Hand mit dem russischen MilitĂ€r, sagte AuĂenminister Antony Blinken. Zuvor hatte die Regierung in Washington Russland eine Einmischung in den US-PrĂ€sidentschaftswahlkampf vorgeworfen - nachdem es im Umfeld frĂŒherer Wahlen schon Ă€hnliche Anschuldigungen gegeben hatte. Die USA belegten nun mehrere Personen und Organisationen mit Sanktionen, darunter Vertreter von RT.
Meta war bereits nach Russlands Ăberfall auf die Ukraine im Februar 2022 gegen russische Staatsmedien vorgegangen und hatte unter anderem die Verbreitung ihrer BeitrĂ€ge gebremst. Russland bleibt aus Sicht des Konzerns die gröĂte Quelle fĂŒr verdeckte Operationen zur Einflussnahme.
Bei Elon Musks Online-Plattform X (ehemals Twitter) sind die Accounts von RT unterdessen auĂerhalb der EU und einiger anderer LĂ€nder weiterhin verfĂŒgbar. Der Tech-MilliardĂ€r lieĂ nach der Ăbernahme des Dienstes auch Markierungen entfernen, mit denen Twitter zuvor Staatsmedien kenntlich gemacht hatte.

