Gesundheitspolitik, VerbÀnde

SoVD fordert Erhalt der Verhinderungspflege: Pflegende Angehörige verlÀsslich entlasten

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 13:45 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS

Berlin - Der SoVD kritisiert die geplante Streichung der Verhinderungspflege als eigenstĂ€ndige Leistung im Pflegeneuordnungsgesetz. Der erst zum 1. Juli 2025 eingefĂŒhrte gemeinsame Jahresbetrag fĂŒr Verhinderungs- und Kurzzeitpflege soll wieder entfallen. KĂŒnftig sollen die bisherigen Mittel auf verschiedene Budgets verteilt werden. Diese Verlagerung kann fĂŒr pflegende Angehörige zu einer faktischen KĂŒrzung fĂŒhren, weil die Mittel fĂŒr die Ersatzpflege dann nicht mehr zusĂ€tzlich zur VerfĂŒgung stehen, sondern das Budget fĂŒr die laufende hĂ€usliche Versorgung entsprechend verringern. Das ist vor allem fĂŒr Familien einen Nachteil, die bei der Ersatzpflege gerade auf vertraute Personen wie Verwandte, Freunde oder Nachbarn setzen und dafĂŒr eine eigenstĂ€ndige, flexibel nutzbare Leistung benötigen.

SoVD fordert Erhalt der Verhinderungspflege: Pflegende Angehörige verlÀsslich entlasten - Bild: presseportal.de
SoVD fordert Erhalt der Verhinderungspflege: Pflegende Angehörige verlÀsslich entlasten - Bild: presseportal.de

SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier erklĂ€rt: "Wer pflegenden Angehörigen den finanziellen Spielraum fĂŒr dringend notwendige Auszeiten nimmt, spart am völlig falschen Ende. Pflegende Angehörige ĂŒbernehmen hĂ€ufig ĂŒber viele Jahre große Verantwortung. Sie mĂŒssen die Möglichkeit haben, sich zu erholen, wichtige Termine wahrzunehmen oder fĂŒr einige Tage vertreten zu werden. Ersatzpflege muss deshalb eine zusĂ€tzliche Entlastung ermöglichen und darf nicht zulasten der laufenden hĂ€uslichen Pflege gehen."

Der SoVD fordert deshalb, die Verhinderungspflege als verlĂ€ssliche Entlastungsmöglichkeit zu erhalten. Statt UnterstĂŒtzungsangebote einzuschrĂ€nken, mĂŒssen Tages- und Verhinderungspflege, ambulante Dienste, Beratung und die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf weiter gestĂ€rkt werden.

Pressekontakt:

SoVD-Bundesverband
Pressestelle
Constantin Schwarzer
Stv. Pressesprecher (V.i.S.d.P.)
Stralauer Str. 63
10179 Berlin
Tel.: 030/72 62 22 335
E-Mail: pressestelle@sovd.de
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