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SoVD zum Equal Pay Day: Schluss mit der Ungerechtigkeit!

04.03.2025 - 17:13:20

Berlin - Die anhaltende Lohnungleichheit zwischen Frauen und MĂ€nnern in Deutschland bleibt aus Sicht des Sozialverband Deutschland e.V. (SoVD), was sie schon immer war: ein Skandal! Trotz eines leichten RĂŒckgangs betrĂ€gt der Gender Pay Gap immer noch 16 Prozent. Frauen arbeiten somit bis zum 7. MĂ€rz 2025, dem Equal Pay Day, faktisch ohne Bezahlung, wĂ€hrend MĂ€nner seit Jahresbeginn entlohnt werden. Diese Ungerechtigkeit muss endlich beendet werden. In einer Sonderausgabe des Polit-Talk-Formats SoVD.TV, die am 7. MĂ€rz im SoVD-YouTube-Kanal veröffentlicht wird, prangern fĂŒhrende Persönlichkeiten diese MissstĂ€nde an und fordern entschlossenes Handeln.

Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende des SoVD, sieht dringenden Handlungsbedarf: "Ich fordere eine Weiterentwicklung zu einem wirkungsvollen Lohngerechtigkeitsgesetz. Die bisherigen Regelungen sind unzureichend und lassen viele Frauen im Stich. Es braucht endlich ein Gesetz, das Transparenz schafft und VerstĂ¶ĂŸe konsequent ahndet."

Anja Weusthoff, Leiterin der Abteilung "Frauen, Gleichstellungs- und Familienpolitik" beim DGB, betont die Bedeutung von TarifvertrÀgen: "Sie wirken sich positiv auf den Gender Pay Gap aus - und sie haben das Plus, dass Frauen in tarifgebundenen Unternehmen grundsÀtzlich besser bezahlt werden. Es ist unerlÀsslich, die Tarifbindung zu stÀrken, um Frauen fair zu entlohnen."

Maria Noichl, Europaabgeordnete der SPD, kritisiert die hĂ€ufige Kombination aus Minijobs, Ehegattensplitting und kostenfreier Mitversicherung: "Das ist das 'Bermuda-Dreieck' der Frauen, wo die Frauen verschwinden." Diese Strukturen halten Frauen in prekĂ€ren BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnissen gefangen und fĂŒhren direkt in die Altersarmut. Es ist höchste Zeit, diese Fehlanreize abzuschaffen.

Dag Schölper, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Bundesforum MĂ€nner, fordert einen Wandel der Rollenbilder: "Hier ist eindeutig die Politik gefordert, Rahmenbedingungen zu setzen, die Gegenimpulse geben, dass es auch fĂŒr MĂ€nner normaler ist, die unbezahlte Haus- und FĂŒrsorgearbeit zu ĂŒbernehmen. Nur so kann eine gerechte Verteilung der Care-Arbeit erreicht werden."

Almuth Schult, Weltfußballerin, Olympiasiegerin und Europameisterin, macht auf die eklatante Ungleichheit auch im Sport aufmerksam, der oft Vorbildfunktion hat: "Im Fußball haben wir einen der grĂ¶ĂŸten Gender Pay Gaps, die es in Deutschland gibt." Sie fordert eine gerechtere Verteilung der Sponsorengelder: "Ich wĂŒrde gerne bald lesen, dass das Sportsponsoring auf der ganzen Welt nicht nur 7 Prozent weiblichen Anteil hat."

Diese Stimmen machen deutlich: Es reicht! Die Politik muss endlich handeln und effektive Maßnahmen zur Beseitigung der Lohnungleichheit ergreifen. Der Equal Pay Day 2025 ist ein Weckruf an alle Verantwortlichen, die bestehenden Ungerechtigkeiten nicht lĂ€nger hinzunehmen.

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