Spanien sichert Ukraine bei Selenskyj-Besuch Milliardenhilfe zu
27.05.2024 - 15:38:21Die Vereinbarung sehe unter anderem eine spanische MilitÀrhilfe im laufenden Jahr in Höhe von einer Milliarde Euro vor, sagte MinisterprÀsident Pedro Sånchez am Montag nach dem Treffen mit Selenskyj im Madrider Regierungssitz Moncloa.
Details der MilitĂ€rhilfe wollte SĂĄnchez auf Fragen von Journalisten nicht nennen. Er sagte nur, man werde weiter Flugabwehrraketen, Leopard-Panzer und Munition liefern. "Das Abkommen basiert auf einer umfassenden Vision von Sicherheit und erstreckt sich daher auf verschiedene Bereiche wie den militĂ€rischen Sektor, finanzielle UnterstĂŒtzung sowie die Zusammenarbeit der MilitĂ€rindustrie" beider LĂ€nder, sagte er.
Selenskyj bezeichnete das Abkommen als wichtig. Es sei eine "lebensrettende Hilfe in dieser schwierigen Zeit". Er betonte, dass die vereinbarten Projekte zur gemeinsamen Produktion von Waffen nicht nur im Kampf gegen den russischen Angriffskrieg helfen wĂŒrden, sondern auch "ArbeitsplĂ€tze schaffen werden". Spanische Medien sprachen von einem historischen Betrag. Eine so groĂe MilitĂ€rhilfe habe Spanien bisher keinem Land zur VerfĂŒgung gestellt. Laut Madrid betrĂ€gt die zugesagte MilitĂ€rhilfe exakt 1,129 Milliarden Euro.
SĂĄnchez wurde auf der Pressekonferenz auch zu möglichen Ăberlegungen westlicher LĂ€nder gefragt, Forderungen der Ukraine nachzukommen und den Einsatz westlicher Waffen auch gegen Ziele auf russischem Gebiet zu genehmigen. Dazu sagte der sozialistische Politiker: "Diesen Willen, diese Absicht haben wir sicherlich nicht, und ich habe auch keine Informationen darĂŒber." Vom Gast gab es zu diesem Punkt in Madrid keine weitere Stellungnahme.
Es ist der erste offizielle Besuch Selenskyjs in Spanien. Auf dem Flughafen wurde er nach seiner Landung in Madrid am FuĂ der Flugzeugtreppe von Könige Felipe VI. begrĂŒĂt. Nach dem Treffen mit SĂĄnchez standen ein Empfang des Monarchs im Madrider Königspalast sowie auch ein kurzes Treffen mit der PrĂ€sidentin des Unterhauses Francina Armengol und SenatsprĂ€sident Pedro RollĂĄn auf dem Programm. Es wird erwartet, dass Selenskyj anschlieĂend auch Portugal besucht. Der Besuch in Spanien sowie in Portugal war ursprĂŒnglich fĂŒr Mitte des Monats geplant. Selenskyj hatte diese und andere Auslandsreisen aber wegen der russischen Offensive im Gebiet Charkiw abgesagt.

