Krankenversicherung, Gesundheitspolitik

Spargesetz: Apotheken haben schon Milliarden eingespart - neue Belastungen nicht möglich

18.06.2026 - 11:28:18 | presseportal.de

Berlin - Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker unterstĂŒtzen das Ziel, die Finanzierung der Krankenkassen zu stabilisieren. Zugleich kritisieren sie eine geplante, erneute wirtschaftliche Belastung der Apotheken. Denn nach Jahren der chronischen Unterfinanzierung sind weitere Belastungen schlichtweg ĂŒberproportional und gefĂ€hrlich. Das schreibt die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher ApothekerverbĂ€nde in ihrer heutigen Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung der BeitragssĂ€tze in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz). Am kommenden Montag findet eine öffentliche Anhörung zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz im Gesundheitsausschuss des Bundestages in Berlin statt. Der Bundesrat hatte in seiner Stellungnahme vom 12. Juni 2026 bereits eine zusĂ€tzliche finanzielle Belastung der Apotheken abgelehnt.

Spargesetz: Apotheken haben schon Milliarden eingespart - neue Belastungen nicht möglich - Bild: presseportal.de
Spargesetz: Apotheken haben schon Milliarden eingespart - neue Belastungen nicht möglich - Bild: presseportal.de

ABDA-PrĂ€sident Thomas Preis sagt: "Politik und Gesellschaft sind sich einig, dass die Apotheken gestĂ€rkt und ihre pharmazeutischen Leistungen ausgeweitet werden mĂŒssen. Nur so lassen sich PrimĂ€rversorgung und Krisenresilienz im Gesundheitswesen zukunftsfest machen. Zugleich will die Bundesregierung ab 2027 den Apothekenabschlag zugunsten der Krankenkassen von 1,77 auf 2,07 Euro pro verordnetem Medikament erhöhen. Dabei haben die Apotheken von 2013 bis 2026 durch die fehlende Anpassung des Packungsfixums bereits SparbeitrĂ€ge in Milliardenhöhe zugunsten der Krankenkassen erbracht. Denn: Ihr Honorar wurde in diesem Zeitraum nie an die wirtschaftliche Gesamtentwicklung angepasst. Nun soll das gerade erst stufenweise erhöhte Festhonorar gleich wieder eingekĂŒrzt werden. Das lehnen wir entschieden ab, weil es die Apotheken finanziell belastet, ihre Planungssicherheit gefĂ€hrdet, ApothekenneugrĂŒndungen fĂŒr den pharmazeutischen Nachwuchs in strukturschwachen Regionen unattraktiv macht und somit die flĂ€chendeckende Versorgung belastet. Wir appellieren deshalb an den Bundestag als Gesetzgeber: Greifen Sie das Veto des Bundesrats auf - und lassen Sie eine neuerliche SchwĂ€chung des Apothekensystems nicht zu!".

Die ABDA-Stellungnahme und mehr Informationen unter www.abda.de

Pressekontakt:

Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-132, presse@abda.de

Christian Splett, Stv. Pressesprecher, 030 40004-137, c.splett@abda.de

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