SPD-Chef besteht auf Stahl-Gipfel
24.08.2025 - 01:00:00"VernĂŒnftig sind niedrige Zölle oder hohe Quoten. Die Amerikaner sind auf unseren QualitĂ€tsstahl angewiesen - etwa beim Flugzeugbau." Die USA erheben derzeit einen Einfuhrzoll auf Stahl von 50 Prozent. Der Vizekanzler kritisierte den Zoll-Deal, den EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen mit US-PrĂ€sident Donald Trump geschlossen hat. Man mĂŒsse sich schon fragen, wie es sein kann, dass die EuropĂ€ische Union mit 27 Staaten und 450 Millionen BĂŒrgern "am Ende so schwach dasteht", sagte er. "Ich wĂŒnsche mir, dass wir eine europĂ€ische StĂ€rke entwickeln und nicht lĂ€nger am Katzentisch sitzen." Er sei Kanzler Friedrich Merz (CDU) sehr dankbar, "wie er bei Fragen von Krieg und Frieden dafĂŒr sorgt, dass die EuropĂ€er mitreden", fĂŒgte Klingbeil hinzu. "Deutschland muss vorangehen, Deutschland muss eine europĂ€ische FĂŒhrungsmacht sein." Klingbeil rief die LĂ€nder auf, sich finanziell an einer Entlastung ĂŒberschuldeter Kommunen zu beteiligen. "Ich arbeite in meinem Ministerium daran, dass wir bei den kommunalen Altschulden zu vernĂŒnftigen Lösungen kommen", sagte Klingbeil dem RND. "Wir wollen die Kommunen unterstĂŒtzen. Aber wichtig ist, dass auch die LĂ€nder ihren Teil dazu beitragen." Entscheidend sei, die HandlungsfĂ€higkeit vor Ort zu stĂ€rken. "OberbĂŒrgermeister aus dem Ruhrgebiet sagen mir, dass es gerade die Altschulden sind, die ihnen SpielrĂ€ume rauben", sagte Klingbeil. "Zu vieles in unserem Land wurde kaputtgespart."


