Deutschland, Bildung

SPD hĂ€lt an Bafög-Reform fest - Ärger ĂŒber Äußerung von BĂ€r

31.05.2026 - 12:51:54 | dpa.de

SPD-Fraktionsvize Esdar widerspricht Ministerin BĂ€r: Die SPD will die Bafög-Modernisierung wie vereinbart umsetzen. Welche Änderungen fĂŒr Studierende geplant sind.

Wiebe Esdar, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Budnestagsfraktion, sagt, die Union solle in puncto BafögReform bitte kein Chaos verursachen. (Archivfoto) - Bild: Markus Lenhardt/dpa
Wiebe Esdar, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Budnestagsfraktion, sagt, die Union solle in puncto BafögReform bitte kein Chaos verursachen. (Archivfoto) - Bild: Markus Lenhardt/dpa

Die SPD-Fraktion hĂ€lt an der vereinbarten Reform der UnterstĂŒtzung fĂŒr Studierende fest und ĂŒbt heftige Kritik an einer anderslautenden Äußerung der CSU-Forschungsministerin. «Da die SPD-Fraktion geschlossen fĂŒr die Umsetzung der vereinbarten BAföG-Reform zum Wohle der FachkrĂ€fte von Morgen steht, sind die Äußerungen von Dorothee BĂ€r schlicht falsch und nicht zutreffend», sagt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Wiebke Esdar.

«Die Koalitionsfraktionen haben sich gemeinsam auf eine Bafög-Reform verstĂ€ndigt, die mehr FlexibilitĂ€t, den Abbau von BĂŒrokratie sowie eine Erhöhung der Wohnkostenpauschale und RegelsĂ€tze vorsieht.» Diese VerstĂ€ndigung sei auf Basis des Koalitionsvertrags erfolgt und gelte fort. «Gemeinsam mit Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) wurde bereits eine Finanzierung sichergestellt.»

Angeblich keine UnterstĂŒtzung mehr fĂŒr das Vorhaben

Forschungsministerin BĂ€r hatte zuvor der Funke-Mediengruppe gesagt, sie rechne nicht mehr mit einer schnellen Reform der Ausbildungsförderung. «Mein Haus hat alle Weichen gestellt fĂŒr die Bafög-Reform, und wir sind auch im Zeitplan. Ich habe aber auch gehört, dass die Reform von den Regierungsfraktionen nicht mehr unterstĂŒtzt wird», sagte sie. BĂ€r zeigte VerstĂ€ndnis fĂŒr einen möglichen Stopp der Reform. 

SPD-Fraktionsvize: Aussage von BĂ€r ist falsch

Esdar sagte: «Ich rate der Union dringend, hier kein Chaos zu verursachen und sich an das zu halten, was nach intensiven und konstruktiven Verhandlungen gemeinsam vereinbart wurde.» Eine einseitige AufkĂŒndigung des Vereinbarten wĂŒrde dem Standort Deutschland, der auf gut ausgebildeten Nachwuchs angewiesen sei, schaden und auch der Koalition und der demokratischen Kultur insgesamt.

Bafög-Modernisierung im Koalitionsvertrag angekĂŒndigt

Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD angekĂŒndigt, das Bafög «in einer großen Novelle» zu modernisieren. Im ersten Schritt sollte demnach zum kommenden Wintersemester die im Bafög enthaltene Wohnkostenpauschale fĂŒr Studierende, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, von derzeit 380 auf 440 Euro im Monat angehoben werden.

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