Mann mit Mund-Nasen-Schutz

SPD spricht sich fĂŒr ImmunitĂ€tsausweis nach ĂŒberstandener Corona-Infektion aus

25.06.2020 - 09:35:25 | ad-hoc-news.de

SPD sieht Bedenken gegen die Ausstellung von ImmunitÀts-Ausweisen ausgerÀumt.

Mann mit Mund-Nasen-Schutz - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Nach der DurchfĂŒhrung eines Corona-Antikörpertests hat der Betroffene einen rechtlichen Anspruch auf eine schriftliche Dokumentation des Testbefundes, betont die Gesundheitsexpertin der SPD, BĂ€rbel Bas, in der „Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung“. Diese Dokumentation soll in Form eines ImmunitĂ€tsausweises bei Nachweis von Antikörpern im Blut durchgefĂŒhrt werden. Allerdings muss der Gesetzgeber dafĂŒr sorgen, dass ein negativer Befund beim Antikörpertest keine Nachteile mit sich bringt.
Der Existenz eines ImmunitĂ€tsausweises darf nicht zu einer Einteilung der Bevölkerung in zwei Klassen mit unterschiedlichen Rechten fĂŒhren. Der Besitz eines ImmunitĂ€tsausweises kann keine Sonderrechte in Bezug auf FreizĂŒgigkeit und Persönlichkeitsrechte begrĂŒnden. Die SPD hat damit ihre Ablehnung des Plans von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aufgegeben, der bereits Anfang Mai fĂŒr die EinfĂŒhrung eines ImmunitĂ€tsausweises bei positivem Antikörpertest plĂ€diert hatte. Die SPD-FĂŒhrung verurteilte die Initiative von Spahn damals als Signal, dass nicht alle BĂŒrger sich an die Kontaktsperren und EinschrĂ€nkungen zu halten hĂ€tten. Die Initiative von Spahn ging an den deutschen Ethikrat zur Beratung. Am heutigen Donnerstag findet erstmals eine Sitzung des Rats zum Thema ImmunitĂ€tsausweis statt. Eine Sprecherin des Ethikrats dĂ€mpfte allerdings die Erwartung, dass das Gremium zu einer zeitnahen Entscheidung kommen wird und verwies auf eine lĂ€ngere Vorlaufzeit bis zur VerkĂŒndung einer Empfehlung.
Gesundheitsexpertin Bas von der SPD sieht derzeit noch grundlegende medizinische Bedenken gegen die Ausstellung eines Nachweises der ImmunitĂ€t. Es gibt aktuell noch kein verlĂ€ssliches Testverfahren, so dass keine Unbedenklichkeit attestiert werden kann, gibt Bas in der „Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung“ zu bedenken. Dies wĂŒrde sich in dem Moment Ă€ndern, in dem eine exakte Diagnosemöglichkeit existiere. Die SPD unterstĂŒtzt die Einschaltung des Deutschen Ethikrats als Beratungsinstanz. Ob mit oder ohne ImmunitĂ€tsausweis, es darf keine Diskriminierung von Menschen geben, deren Antikörpertest negativ ausfĂ€llt, oder die zu einer Risikogruppe gehören, betont die SPD-Politikerin entschieden. Fast ein Drittel der Bevölkerung zĂ€hlt aufgrund von Alter, Vorerkrankung oder körperlichem Zustand zu einer Risikogruppe. Niemand darf aufgrund seiner gesundheitlichen Disposition vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden. Der Besitz eines ImmunitĂ€tsausweises darf auch kein Freifahrtsschein fĂŒr unverantwortliches Handeln sein. Die KontaktbeschrĂ€nkungen machen nur dann einen Sinn und sind vermittelbar, wenn sie fĂŒr alle BĂŒrger im gleichen Maß gelten, fordert die SPD-Gesundheitsexpertin gegenĂŒber der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung".

 

Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix

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