Spionage-VerdÀchtige, Geheimdienst

Spionage-VerdÀchtige sollen Geheimdienst Mitarbeit angeboten haben

Veröffentlicht am: 18.04.2024 um 17:13 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Die beiden Deutsch-Russen, die in Bayern wegen des Verdachts der russischen Spionage festgenommen worden sind, sollen einem auslĂ€ndischen Geheimdienst ihre Mitarbeit aus freien StĂŒcken angeboten haben.
Botschaft von Russland (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Offenbar haben wir es erneut mit einem Fall von Selbstanbietern zu tun", erklĂ€rten mit dem Vorgang vertraute Personen dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, soll die Spionageabwehr des Bundesamtes fĂŒr Verfassungsschutz einem entsprechenden Hinweis nachgegangen sein. "In diesem Fall konnten konkrete Belege fĂŒr AusspĂ€hungen von Einrichtungen in Deutschland im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine im Auftrag russischer Stellen erlangt werden", hieß es in den Kreisen. Sicherheitsbehörden sehen demnach Russlanddeutsche als "eine potentielle Zielgruppe fĂŒr russische Nachrichtendienste".

"Auch unter den deutschstĂ€mmigen SpĂ€taussiedlern forschen die russischen Nachrichtendienste traditionell nach geeigneten Zielpersonen fĂŒr eine geheimdienstliche AgententĂ€tigkeit", hieß es in Sicherheitskreisen. SpĂ€taussiedler wĂŒrden vereinzelt bereits vor ihrer Ausreise nach Deutschland "nachrichtendienstlich angesprochen". In den Kreisen hieß es zudem, russische Spionage und SabotageaktivitĂ€ten bewegten sich auf dem Level wie zu Zeiten des Kalten Krieges. Man rechne mit eine "methodischen Umorientierung der russischen Spionage zu noch mehr Konspiration". Russische Dienste hĂ€tten ein hohes Interesse an militĂ€rischen Einrichtungen und UnterstĂŒtzungsleistungen fĂŒr die Ukraine und gingen neue Wege.

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