Bundesliga, DFB-Pokal

Erster Halbfinalist steht fest: Bayer bezwingt St. Pauli

03.02.2026 - 22:38:40

St. Pauli wirft als Außenseiter im Pokal-Duell bei Bayer Leverkusen alles rein. Doch ein cleverer Terrier und ein Standard schocken die Kiezkicker. Die Werkself darf weiter vom Titel trĂ€umen.

  • Leverkusens Patrik Schick jubelt mit seinen Mannchaftskollegen ĂŒber 2:0.  - Foto: Federico Gambarini/dpa

    Federico Gambarini/dpa

  • Leverkusens Martin Terrier jubelt ĂŒber sein Tor zum 1:0.  - Foto: Federico Gambarini/dpa

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  • Außenseiter St. Pauli machte es Bayer Leverkusen nicht leicht.  - Foto: Federico Gambarini/dpa

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Leverkusens Patrik Schick jubelt mit seinen Mannchaftskollegen ĂŒber 2:0.  - Foto: Federico Gambarini/dpaLeverkusens Martin Terrier jubelt ĂŒber sein Tor zum 1:0.  - Foto: Federico Gambarini/dpaAußenseiter St. Pauli machte es Bayer Leverkusen nicht leicht.  - Foto: Federico Gambarini/dpa

Bayer Leverkusen ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und gegen den FC St. Pauli in das Halbfinale im DFB-Pokal eingezogen. Die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand setzte sich im Viertelfinale mit 3:0 (1:0) gegen kÀmpferische Hamburger durch und darf weiter von einem Titel in dieser Saison trÀumen.

Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena erzielten Martin Terrier (32. Minute), Patrik Schick (63.) und der eingewechselte Jonas Hofmann (90. +2) die Treffer fĂŒr die Werkself.

«Wir haben uns schwergetan, haben es aber in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Da haben wir eine gute Reaktion gezeigt», sagte SportgeschĂ€ftsfĂŒhrer Simon Rolfes bei Sky. Das Weiterkommen sei daher «verdient» gewesen, meinte der 44-JĂ€hrige.

St. Pauli wirft alles rein

Schon frĂŒh wurde es nach einer ersten Ecke von St. Pauli gefĂ€hrlich vor dem Bayer-Tor (4.). Doch im dicht besetzten FĂŒnfmeterraum konnten die GĂ€ste die Situation nicht nutzen. Bayer versuchte anschließend mit viel Ballbesitz die Kontrolle zu ĂŒbernehmen und schob das Spiel zunehmend in die gegnerische HĂ€lfte. St. Pauli begegnete diesem Ansatz mit einem frĂŒhen Pressing. 

In der 17. Minute hatten die in der Bundesliga im Abstiegskampf steckenden GĂ€ste großes GlĂŒck: Ben Voll, der anstelle von Stammkeeper Nikola Vasilj zwischen den Pfosten stand, spielte in der Eröffnung einen kapitalen Fehlpass direkt in die FĂŒĂŸe der Hausherren. Schick reagierte vor dem leeren Tor jedoch zu zögerlich, sodass Karol Mets den Abschluss noch blocken konnte.

Terrier hellwach zur FĂŒhrung 

St. Pauli blieb aber gefĂ€hrlich und verpasste in der 24. Minute die FĂŒhrung, als Joel Fujita aus zwölf Metern knapp am Tor vorbeischoss. Die GĂ€ste wurden nun stĂ€rker und drĂ€ngten Bayer immer weiter in die eigene HĂ€lfte. Trotz höherer Ballbesitzanteile agierten die Leverkusener oft zu behĂ€big, vor allem im Tempospiel nach vorn.

Nach dieser kurzzeitigen Druckphase der GĂ€ste meldete sich Bayer zurĂŒck, blieb zunĂ€chst aber im Mittelfeld hĂ€ngen. Als St. Pauli eine Hereingabe dann nicht konsequent klĂ€rte, nutzte der hellwache Terrier die Unordnung aus, drehte sich an der Strafraumkante und traf zum 1:0. Unbeeindruckt vom RĂŒckstand kam Pauli vor der Pause noch zu einer Großchance. Doch Martijn Kaars schoss ĂŒber das Tor (40.).

Standard bringt das 2:0

Mit einem Doppelwechsel sorgte St. Pauli direkt nach Wiederanpfiff fĂŒr frische Impulse. Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt bot sich zunĂ€chst jedoch das gleiche Bild wie vor der Pause: Die Hamburger versuchten geduldig, LĂŒcken in der Leverkusener Abwehr zu finden, wĂ€hrend Leverkusen zwar mehr Ballbesitz hatte, daraus aber kaum eigene Torraumszenen kreierte. 

Bayer prĂ€sentierte sich aber erneut kaltschnĂ€uzig und erhöhte mit der ersten Chance der zweiten HĂ€lfte auf 2:0: Nach einer Ecke schlug Aleix Garcia eine Flanke aus dem Halbfeld auf Schick, der per Volleyschuss ins lange Eck traf. Pauli kam durch einen geblockten Schuss von Danel Sinani (70.) noch einmal gefĂ€hrlich vors Tor, wĂ€hrend Joker Hofmann (75.) fĂŒr Leverkusen zunĂ€chst den Pfosten traf. In der Nachspielzeit machte es der 33-JĂ€hrige dann besser und traf zum Endstand. Bayer steht dadurch zum dritten Mal nacheinander im Halbfinale.

@ dpa.de