UnwetterschĂ€den und 190.000 Blitze in Ăsterreich
14.07.2024 - 02:07:38Wie der Wetterdienst UBIMET am Samstag mitteilte, wurden in dem Alpenland am Vortag 190.000 Blitzentladungen gemessen - der höchste Wert in diesem Jahr. In Vorarlberg waren die NiederschlĂ€ge im Rheintal nahe des Bodensees so heftig, dass BĂ€ume knickten, DĂ€cher abgedeckt wurden und viele StraĂen wegen verstopfter AbflĂŒsse unter Wasser standen.
Wegen der groĂen Abflussmengen im Rhein wurde das Gebiet nahe der FlussdĂ€mme sicherheitshalber fĂŒr die Bevölkerung gesperrt. Die Ăsterreichische Hagelversicherung schĂ€tzt den Gesamtschaden in Vorarlberg auf etwa 1,2 Millionen Euro. ErnteflĂ€chen von mehr als 5.000 Hektar seien verwĂŒstet worden, hieĂ es.
Von Schlammlawinen verlegte StraĂen in Tirol konnten am Samstag bereits teilweise wieder befahren werden. Die OberinntalstraĂe und VillgratentalstraĂe blieben weiter gesperrt.
Im Bundesland Steiermark sorgte die Unwetterfront fĂŒr Ăberflutungen und umgestĂŒrzte BĂ€ume. Im sĂŒdlichen KĂ€rnten rĂŒckten EinsatzkrĂ€fte in mehreren Seen aus, um Schwimmer, Standup-Paddler und Surfer zu retten, die aufgrund des starken Wellengangs nicht mehr ans Ufer gelangen konnten. Am Flughafen Wien mussten wegen der Wetterlage am Freitagabend etwa 40 FlĂŒge abgesagt werden.

