Stau, Auszahlung

Stau bei Auszahlung von Fluthilfen

Veröffentlicht am: 17.01.2024 um 08:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Zweieinhalb Jahre nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal und Teilen der Eifel sind bis Ende 2023 erst 3,3 Milliarden Euro aus dem 30 Milliarden Euro schweren Aufbaufonds von Bund und LĂ€ndern abgeflossen.
Nach dem Hochwasser 2021 (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das Bundesfinanzministerium bestĂ€tigte entsprechende Recherchen des Wirtschaftsmagazins Capital. Demnach wurden 530 Millionen Euro fĂŒr Infrastrukturmaßnahmen des Bundes ausgegeben, die restlichen 2,8 Milliarden Euro investierten Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Das Hochwasser hatte im Juli 2021 enorme SchĂ€den verursacht, die auf ĂŒber 40 Milliarden Euro geschĂ€tzt wurden.

HĂ€user, Betriebe, Straßen und BrĂŒcken wurden zerstört oder schwer beschĂ€digt, 185 Menschen starben. Die schleppende Verwendung der Hilfsgelder untergrĂ€bt allerdings Forderungen vor allem aus der SPD, fĂŒr das aktuelle Hochwasser in Norddeutschland einen weiteren milliardenschweren Hilfsfonds aufzulegen. SPD-Haushaltspolitiker fordern, fĂŒr die Regulierung von FlutschĂ€den in Niedersachsen erneut die Schuldenbremse im Grundgesetz auszusetzen. In Rheinland-Pfalz und NRW ist aber fraglich, in welchem Umfang die Förderung noch abgerufen wird. Hilfen ĂŒber drei Milliarden Euro sind bewilligt und werden erst mit den Baufortschritten ausgezahlt. Kaum Gutachter, komplizierte Planungs- und Antragsverfahren sowie der Handwerkermangel bremsten den Abfluss der Fördergelder, sagte Cornelia Weigand, LandrĂ€tin des Kreises Ahrweiler. "Viele AntrĂ€ge werden erst noch gestellt", so Weigand. Ein Wiederaufbau, der neuen Klimaanforderungen gerecht werde, verlangsame die Genehmigungsprozesse mit dem Land, das die Mehrkosten nicht tragen will. Um den Kommunen den Zeitdruck zu nehmen, hat der Bund die Aufbauhilfe um drei Jahre bis 2026 verlĂ€ngert - ohne klare Finanzierung.

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