ZusammenstĂ¶ĂŸe, Hochrisikospiel

ZusammenstĂ¶ĂŸe bei Hochrisikospiel - Nullnummer auf dem Rasen

14.11.2024 - 22:43:36

Tausende Polizisten sichern die Partie zwischen Frankreich und Israel ab. Bis zum Anpfiff bleibt es ruhig. Im Stadion kommt es aber auf den RĂ€ngen zu Rangeleien. Das Spiel endet torlos.

  • Im Stade de France blieben viele RĂ€nge leer. - Foto: Michel Euler/AP/dpa

    Michel Euler/AP/dpa

  • Nach den Angriffen auf israelische Fußballfans herrschen in Paris besonders hohe Sicherheitsvorkehrungen. - Foto: Aurelien Morissard/AP

    Aurelien Morissard/AP

  • Einige Hunderte Menschen demonstrierten am Abend gegen das Fußballspiel. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

    Christoph Reichwein/dpa

  • Viel Kampf, wenig Glanz: Das Spiel endet torlos. - Foto: Thibault Camus/AP

    Thibault Camus/AP

Im Stade de France blieben viele RĂ€nge leer. - Foto: Michel Euler/AP/dpaNach den Angriffen auf israelische Fußballfans herrschen in Paris besonders hohe Sicherheitsvorkehrungen. - Foto: Aurelien Morissard/APEinige Hunderte Menschen demonstrierten am Abend gegen das Fußballspiel. - Foto: Christoph Reichwein/dpaViel Kampf, wenig Glanz: Das Spiel endet torlos. - Foto: Thibault Camus/AP

Überschattet von kleineren Ausschreitungen ist das Hochrisikospiel zwischen Frankreich und Israel im Stade de France von Paris ĂŒber die BĂŒhne gegangen. Staatschef Emmanuel Macron musste auf der TribĂŒne mit ansehen, wie sich rund 50 Personen in der ersten Halbzeit des Nations-League-Spiels eine Rangelei in der Nordkurve lieferten. Auch sportlich bekam Macron wenig Erfreuliches zu sehen, der Weltmeister von 2018 kam nicht ĂŒber ein mĂŒdes 0:0 hinaus.

Trotz der hohen Sicherheitsvorkehrungen blieb es im Stadion nicht ruhig. Bei den ZusammenstĂ¶ĂŸen waren auch Fans mit israelischen Fahnen beteiligt, wie auf Videos zu sehen war. Die SicherheitskrĂ€fte und Polizisten griffen schnell ein und trennten die beiden Gruppen. Der Vorfall dauerte gut zwei Minuten.

Sportlich lieferte die Équipe Tricolore ohne ihren Superstar Kylian MbappĂ© eine enttĂ€uschende Vorstellung ab. Frankreich steht zwar durch den Punktgewinn im Viertelfinale, im Kampf um den Gruppensieg verschlechterte sich aber die Ausgangsposition. Denn Italien vergrĂ¶ĂŸerte nach dem 1:0 (1:0) in Belgien den Vorsprung auf drei ZĂ€hler und hat am Sonntag zudem ein Heimspiel gegen die Franzosen.

Keine ZwischenfÀlle bis zum Anpfiff

Bis zum Anpfiff war es in Paris noch ruhig geblieben. Ein massives Polizeiaufgebot sicherte das Stadion bereits seit dem Nachmittag weitlĂ€ufig ab. Laut Pariser Polizeichef Laurent Nuñez galt die Partie als Hochrisikospiel. 4.000 Polizisten waren fĂŒr die Begegnung im Einsatz. Sie arbeiteten im Stadion, drumherum und auch im Nahverkehr. ZusĂ€tzlich waren 1.600 SicherheitskrĂ€fte in der SpielstĂ€tte eingesetzt.

Viele PlĂ€tze im Stadion blieben aber leer, schĂ€tzungsweise rund 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten nur das Spiel. Darunter waren auch einige israelische AnhĂ€nger trotz einer Warnung von Israels Nationalem Sicherheitsrat. Auch Macron sowie die Ex-PrĂ€sidenten Nicolas Sarkozy und François Hollande verfolgten das Spiel auf der TribĂŒne.

Kleine Demonstration in StadionnÀhe

Wenige Kilometer vom Stadion entfernt demonstrierten am frĂŒhen Abend Hunderte unter dem Motto «Man spielt nicht mit dem Genozid» gegen das Fußballspiel. Einem dpa-Reporter zufolge war die Lage vor Ort ruhig.

Angesichts der gezielten Angriffe auf israelische Fußballfans vergangenen Donnerstag in Amsterdam gibt es Sorgen um die Sicherheit. Israels Nationaler Sicherheitsrat rief die BĂŒrger generell zur Vorsicht bei Veranstaltungen im Ausland auf. Sie sollten Sport- und Kulturveranstaltungen außerhalb Israels meiden, an denen israelische Teams oder KĂŒnstler teilnehmen, wie die Zeitung «Haaretz» unter Berufung auf den Sicherheitsrat berichtete.

@ dpa.de