Terrorexperte warnt vor Gefahr durch Haftentlassungen von Islamisten
Veröffentlicht am: 04.11.2020 um 06:47 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Neumann erklĂ€rte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" fĂŒr die am Mittwoch erscheinenden Ausgaben der Zeitungen des Verbundes, momentan bestehe die groĂe Gefahr darin, dass im Laufe der nĂ€chsten Monate viele Dschihadisten aus den GefĂ€ngnissen entlassen wĂŒrden. Die meisten dieser Personen seien in der Zeit nach 2010 verurteilt worden, und zwar zumeist zu recht kurzen Haftstrafen. "Hunderte von ihnen kommen in nĂ€chster Zeit frei, und nicht alle sind deradikalisiert", mahnte Neumann.
Auch der AttentĂ€ter von Dresden und jetzt der von Wien waren noch bis vor kurzer Zeit in Haft. Neumann stellte fest, nur wenige europĂ€ische Staaten seien auf diese kommende Herausforderung hinreichend vorbereitet. Er rief die LĂ€nder dazu auf, diese "strategische LĂŒcke" nun schnell zu schlieĂen.
Der aus WĂŒrzburg stammende Politikwissenschaftler und Journalist erlĂ€uterte, die islamistische Szene sei nach der Zerschlagung des sogenannten "Islamischen Staates" (IS) demoralisiert und in sich zerstritten gewesen. Aber durch das Erleben der Geschehnisse in Frankreich und nicht zuletzt auch durch die neu entflammte Diskussion um die Mohammed-Karikaturen habe sie ein neues Thema gefunden, das sie mobilisiere und das jetzt zu Attentaten gefĂŒhrt habe. Die in letzter Zeit verĂŒbten AnschlĂ€ge, so Neumann, hĂ€tten die Funktion gehabt, zu weiteren AnschlĂ€gen anzuregen. Zwar sei der dschihadistische Terrorismus gegenwĂ€rtig nicht so gefĂ€hrlich wie er es noch vor fĂŒnf Jahren gewesen sei. Aber, warnte der Experte, er sei "gefĂ€hrlicher als vor einem Jahr, weil in der Szene eine neue Grundspannung" entstehe.
FĂŒr gefĂ€hrlich hielt Neumann, dass es hier zu einem neuen "Motivationsschub" fĂŒr die potenziellen neuen TĂ€ter komme. Viele Angehörige der islamistischen Szene hĂ€tten nun das GefĂŒhl, jetzt tue sich wieder etwas, sagte er gegenĂŒber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", und: "Deshalb wird es in den nĂ€chsten Monaten ĂŒberall in Europa gefĂ€hrlich bleiben."
Auch der AttentĂ€ter von Dresden und jetzt der von Wien waren noch bis vor kurzer Zeit in Haft. Neumann stellte fest, nur wenige europĂ€ische Staaten seien auf diese kommende Herausforderung hinreichend vorbereitet. Er rief die LĂ€nder dazu auf, diese "strategische LĂŒcke" nun schnell zu schlieĂen.
Der aus WĂŒrzburg stammende Politikwissenschaftler und Journalist erlĂ€uterte, die islamistische Szene sei nach der Zerschlagung des sogenannten "Islamischen Staates" (IS) demoralisiert und in sich zerstritten gewesen. Aber durch das Erleben der Geschehnisse in Frankreich und nicht zuletzt auch durch die neu entflammte Diskussion um die Mohammed-Karikaturen habe sie ein neues Thema gefunden, das sie mobilisiere und das jetzt zu Attentaten gefĂŒhrt habe. Die in letzter Zeit verĂŒbten AnschlĂ€ge, so Neumann, hĂ€tten die Funktion gehabt, zu weiteren AnschlĂ€gen anzuregen. Zwar sei der dschihadistische Terrorismus gegenwĂ€rtig nicht so gefĂ€hrlich wie er es noch vor fĂŒnf Jahren gewesen sei. Aber, warnte der Experte, er sei "gefĂ€hrlicher als vor einem Jahr, weil in der Szene eine neue Grundspannung" entstehe.
FĂŒr gefĂ€hrlich hielt Neumann, dass es hier zu einem neuen "Motivationsschub" fĂŒr die potenziellen neuen TĂ€ter komme. Viele Angehörige der islamistischen Szene hĂ€tten nun das GefĂŒhl, jetzt tue sich wieder etwas, sagte er gegenĂŒber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", und: "Deshalb wird es in den nĂ€chsten Monaten ĂŒberall in Europa gefĂ€hrlich bleiben."
Redaktion ad-hoc-news.de, A-1010413
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