CDU-Chef Mohring fordert von der Bundes-CDU einen Sonderweg mit der Linken Partei

17.01.2020 - 08:16:36 | ad-hoc-news.de

ThĂŒringens Parteichef wirbt bei der Bundespartei um VerstĂ€ndnis fĂŒr die Linkspartei. Er ist fĂŒr einen Sonderweg mit Bodo Ramelow von der Linken.

Mike Mohring - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Mike Mohring - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Der „Rheinischen Post“ sagte ThĂŒringens CDU-Chef Mike Mohring, er erwarte grundsĂ€tzlich eine verstĂ€ndnisvolle Haltung gegenĂŒber der von ihm betriebenen Politik. SelbstverstĂ€ndlich höre er sich jede Wortmeldung an und lese auch alle BeitrĂ€ge. Mike Mohring Ă€ußert sich damit klar und deutlich vor der zwei Tage dauernden Bundesvorstandsklausur in Hamburg, die am Freitag beginnen wird. Vor Ort sei zu entscheiden, so Mike Mohring, wie die Abgrenzung zur Linken auszusehen habe. Ramelow sei bereit, mit ihm GesprĂ€che zu fĂŒhren, obwohl Rot-Rot-GrĂŒn das Risiko einer Minderheitsregierung eingehen wolle. 22 Themen seien bisher ins Auge gefasst. Diese betrĂ€fen das Land, dĂŒrften aber nicht als politische Richtungsentscheidungen verstanden werden. Vielmehr gehe es um Fragen der Umwelt, um Verbesserungen fĂŒr Polizisten und Feuerwehr, um Gesundheit und Schulen. All diese Themen seien kommunalpolitisch anzusiedeln. Der CDU-Chef betonte auch, es sei fĂŒr ihn selbstverstĂ€ndlich, sich mit der CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer abzustimmen. Im Hinblick auf den Beschluss der CDU vor der Landtagswahl zur Unvereinbarkeit seiner Partei bezĂŒglich einer Zusammenarbeit mit AFD und Linkspartei, betonte Mohring, damals sei diese Entscheidung richtig gewesen. GrundsĂ€tzlich gelte das auch immer noch. Jedoch hĂ€tten sich die Koordinaten verĂ€ndert. Mohring betonte, in ThĂŒringen gelte eine Sondersituation, die zeitlich begrenzt sei. Die BĂŒrger hĂ€tten eigene Vorstellungen. Sie wollten keine Partei, die grundsĂ€tzlich in Opposition gehe. Die BĂŒrger erwarteten vielmehr eine Partei, die handlungsfĂ€hig sei. Es gelte, einen Stillstand und Neuwahlen zu verhindern. Dies sei jetzt Gebot der Stunde und seine Verantwortung. Mohring wertete es als Gewinn fĂŒr die Demokratie, dass sich Mehrheiten im Parlament fĂ€nden, die themenspezifisch ausgerichtet seien. Er bezeichnete es als wichtiges Thema der CDU fĂŒr die Zukunft, zum Zusammenhalt der Gesellschaft in all ihren Fragen beizutragen. GegenĂŒber der „Rheinischen Post“ Ă€ußerte sich ThĂŒringens CDU-Chef, die Gefahr zu erkennen, wenn ein Land gesprĂ€chsunfĂ€hig werde. Er sieht ein großes Risiko darin, dass durch die GesprĂ€chsunfĂ€higkeit einzelner Parteien miteinander die Gesellschaft auseinanderfallen könne. Mohring bezeichnete das als gravierende Herausforderung und Hauptproblem der 20er Jahre. Dieses Problem gelte es ohne EinschrĂ€nkung zu lösen, statt auf Konfrontation zu gehen.
de | politik | 59799562 |

Weitere Meldungen

Bericht: Neue Mailadressen fĂŒr Mitarbeiter des AuswĂ€rtigen Amts Fast alle der rund 3.000 Mitarbeiter des AuswĂ€rtigen Amts sollen eine neue E-Mail-Adresse erhalten. (Politik, 12.06.2026 - 16:39) weiterlesen...

Reiche will mit neuem Heizgesetz 'Politik des Misstrauens' beenden Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht im geplanten neuen Heizgesetz eine Chance fĂŒr einen Neustart bei der "WĂ€rmewende". (Boerse, 11.06.2026 - 13:25) weiterlesen...

Klöckner ermahnt Bundesregierung wegen verspĂ€teter Antworten BundestagsprĂ€sidentin Julia Klöckner hat die Bundesregierung scharf ermahnt, Anfragen von Abgeordneten pĂŒnktlich zu beantworten.In einem Brief an Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU), ĂŒber den die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten, schreibt Klöckner, der Deutsche Bundestag erwarte, dass die Bundesregierung parlamentarische Fragen innerhalb der geltenden Fristen beantworte. (Politik, 11.06.2026 - 12:25) weiterlesen...

Linke kritisiert Merz nach Treffen mit Sozialpartnern Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek hat nach dem Treffen der Koalitionsspitzen mit Sozialpartnern scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geĂŒbt.Es sei sehr bezeichnend, mit wie viel Wirbel es begleitet werde, dass Merz sich ĂŒberhaupt einmal mit einigen Gewerkschaftsvorsitzenden treffe, die die arbeitende Bevölkerung vertreten, sagte Reichinnek der "Rheinischen Post". (Politik, 11.06.2026 - 10:47) weiterlesen...

Schenderlein: Fußball ersetzt keine Politik Sportstaatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) erwartet trotz Fußball-WM keinen grundsĂ€tzlichen Stimmungsumschwung im Land und betont den Vorrang der politischen Reformarbeit. (Politik, 11.06.2026 - 08:45) weiterlesen...

Union will AufklĂ€rung zu US-Einreiseverbot fĂŒr WM-Schiedsrichter Union und SPD fordern von der US-Regierung eine klarere BegrĂŒndung fĂŒr die Einreiseverweigerung des somalischen WM-Schiedsrichters Omar Artan.Der sportpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer (CSU), sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben), die US-Behörden wĂ€ren gut beraten, ihre Entscheidung nĂ€her zu erlĂ€utern. (Ausland, 11.06.2026 - 00:00) weiterlesen...