Bahnchef sieht milliardenschwere FinanzlĂŒcke bis 2029
01.07.2025 - 06:22:36Das könnte etwa Konsequenzen fĂŒr den Neu- und Ausbau haben, fĂŒrchtet Bahnchef Richard Lutz.
"Dass wir aus dem Sondervermögen zusĂ€tzliches Geld bekommen, ist superklasse", sagte Lutz der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist ein groĂer Fortschritt, und der gesamte Sektor und sicherlich auch die Kunden im Personen- und GĂŒterverkehr sind der Regierung dankbar fĂŒr das wichtige Signal "pro Schiene"."
Dennoch reiche das Geld nach wie vor nicht aus. Der Grundbedarf an zusĂ€tzlichen Finanzmitteln bis 2029, um die nötigen Sanierungen durchzufĂŒhren und die Basis fĂŒr die Digitalisierung des Schienennetzes zu legen, betrage etwa 45 Milliarden Euro. "FĂŒr die Haushaltsjahre 2025 und 2026, die ja in den nĂ€chsten Monaten vom Bundestag beschlossen werden, sind wir ziemlich nahe an diesen Bedarfszahlen", sagte der Bahnchef.
Doch danach steige der Zusatzbedarf. Es fehlten bis 2029 rund 17 Milliarden Euro. "Ob diese FinanzierungslĂŒcke noch geschlossen werden kann, werden die nĂ€chsten Monate und Jahre zeigen."
Das Kabinett hatte vergangene Woche beschlossen, dass die Bahn bis 2029 fĂŒr Investitionen in die Infrastruktur rund 107 Milliarden Euro erhalten soll und damit deutlich mehr als noch im Haushalt der alten Bundesregierung vorgesehen war. Ein groĂer Teil der Summe, rund 81 Milliarden Euro, kommt dpa-Informationen zufolge aus dem schuldenfinanzierten Sondervermögen der Bundesregierung.

