Innenministerin, Fußball-EM

Innenministerin plant zur Fußball-EM Kontrollen an allen Grenzen

14.03.2024 - 12:44:46

Um zu verhindern, dass Hooligans, islamistische GefĂ€hrder oder andere "Störer" zur Fußball-Europameisterschaft in Deutschland anreisen, empfiehlt die Bundespolizei Grenzkontrollen an allen neun Außengrenzen der Bundesrepublik.

Das geht aus einem internen Sicherheitskonzept von Bund und LĂ€ndern hervor, ĂŒber das der "Spiegel" berichtet. Demnach sollen die Kontrollen zwei Wochen vor Beginn des Turniers beginnen und eine Woche danach enden. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) teilt diese EinschĂ€tzung: "Wir prĂŒfen die DurchfĂŒhrung vorĂŒbergehender Grenzkontrollen an den Binnengrenzen wĂ€hrend des Turniers, um mögliche GewalttĂ€ter an der Einreise hindern zu können", sagte Faeser dem "Spiegel". Besondere Sorge bereitet den Sicherheitsbehörden die Terrorbedrohung, zumal sich Ende MĂ€rz noch Israel oder die Ukraine fĂŒr die Europameisterschaft qualifizieren können.

In einem ersten Lagebild fĂŒr die EM, erstellt von der "Zentralen Informationsstelle SporteinsĂ€tze" (ZIS) in Nordrhein-Westfalen, ist nach Informationen des Nachrichtenmagazins von einer "abstrakten GefĂ€hrdungslage fĂŒr das Turnier" die Rede. Wegen der "geopolitischen Konfliktlage" mĂŒsse man auch mit sogenannten DDoS-Attacken von prorussischen und anderen "Hacktivisten" rechnen, heißt es in dem internen Bericht. Durch solche Angriffe können Internetseiten von FlughĂ€fen oder Behörden blockiert werden. Aber auch weitreichendere, "zielgerichtete Cyberangriffe auf die IT-Infrastruktur der Organisatoren und WettbewerbsstĂ€tten" mĂŒssten einkalkuliert werden. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen bereit man sich unter anderem auf ein Szenario vor, bei dem Hacker das elektronische Einlasssystem lahmlegen und MassengedrĂ€nge vor den Stadien auslösen könnten.

@ dts-nachrichtenagentur.de