Ungarns Premier Magyar: Die Marionetten mĂŒssen abtreten
04.06.2026 - 06:32:56 | dts-nachrichtenagentur.deMagyar hatte im April mit seiner Partei Tisza bei der Parlamentswahl eine verfassungsĂ€ndernde Mehrheit erzielt und OrbĂĄn nach 16 Jahren abgelöst. Es sei ein Moment gekommen, in dem die Menschen die "PropagandalĂŒgen" nicht mehr geglaubt hĂ€tten, sagte Magyar. "Wir haben aufgezeigt, dass OrbĂĄns Behauptungen keinen realen Hintergrund haben. Irgendwann hören die Menschen auf, Angst zu haben, und fangen an zu lachen. Dann ist der Moment gekommen, in dem die Stimmung kippt."
Nun will er mit alten Seilschaften aufrĂ€umen. Die Menschen hĂ€tten nicht fĂŒr einen einfachen Regierungswechsel gestimmt, sondern fĂŒr einen Systemwechsel. Er habe bereits etliche OrbĂĄn-Loyalisten aufgefordert, von ihren Ămtern zurĂŒckzutreten, darunter den PrĂ€sidenten. Magyar sagte allerdings, dass er sich an rechtsstaatliche Standards halten wolle. Er habe vorgeschlagen, dass die Amtszeit des MinisterprĂ€sidenten auf acht Jahre beschrĂ€nkt wird, das gelte natĂŒrlich auch fĂŒr ihn. "Wir werden noch weitere solche Schritte ergreifen, um Machtmissbrauch wie in den vergangenen 16 Jahren zu verhindern."
In der Ukraine-Politik kĂŒndigte er einen Kurswechsel seines Landes an. "Wir sagen ganz klar, dass die Ukraine in diesem Krieg das Opfer und Russland der Aggressor ist."
