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Union und SPD wollen sicherheitsrelevante Daten geheim halten

28.01.2026 - 20:19:14

Union und SPD haben sich im Koalitionsausschuss am Mittwochabend auf einen Abbau von Transparenzregeln und eine "Agenda fĂŒr Resilienz und mehr SouverĂ€nitĂ€t" geeinigt.Bund und LĂ€nder sollten das öffentlich zugĂ€ngliche Angebot von Geodaten zu kritischen Infrastrukturen und sonstige sicherheitsrelevante Informationen ĂŒberprĂŒfen und "nach Möglichkeit einschrĂ€nken, soweit dies fĂŒr die öffentliche Sicherheit und Ordnung sinnvoll und erforderlich ist", heißt es in der Beschlusssammlung von Schwarz-Rot.

"Dem Schutz kritischer Infrastruktur ist gegenĂŒber der pauschalen Transparenz von sensiblen Infrastrukturinformationen stets Vorrang einzurĂ€umen."

Die Bundesregierung will sich auch auf europĂ€ischer Ebene fĂŒr eine entsprechende Änderung der Veröffentlichungspflichten einsetzen. Außerdem will sie "konkrete Maßnahmen fĂŒr ein höheres Schutzniveau, schnellere Reparaturen und eine Notversorgung", ergreifen. Zugleich mĂŒsse die Wirtschaft insbesondere mit Blick auf das Stromsystem resilienter werden.

"Wir mĂŒssen weg von der sehr weitgehenden Transparenz und hin zu mehr Resilienz", sagte dazu Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). "Der Schutz der kritischen Infrastruktur geht nach unserer Auffassung vor dem Wunsch nach Transparenz."

Hinsichtlich der geplanten "Agenda fĂŒr Resilienz und mehr SouverĂ€nitĂ€t" schreibt die Koalition, wenige GroßmĂ€chte wĂŒrden aktuell um Einfluss, Ressourcen und technologische FĂŒhrerschaft konkurrieren. Deutschland und Europa mĂŒssten stĂ€rker werden. "Doch jede Art von StĂ€rke, sei sie militĂ€rischer oder technologischer Art, beruht am Ende auf wirtschaftlicher LeistungsfĂ€higkeit, der LeistungsfĂ€higkeit von Arbeitnehmern und Arbeitgebern." Zweitens erwachse SouverĂ€nitĂ€t daraus, einseitige AbhĂ€ngigkeiten zu vermeiden.

"Wenn wir unsere SouverĂ€nitĂ€t nicht stĂ€rken, dann werden wir angreifbar und dann verlieren wir unsere WettbewerbsfĂ€higkeit", sagte dazu der Kanzler. SPD-Chef und Vizekanzler Las Klingbeil ergĂ€nzte, er wolle, "dass Europa so stark wird, dass wir uns vor keinem anderen Land klein machen mĂŒssen".

BĂ€rbel Bas, SPD-Chefin und Arbeitsministerin, plĂ€dierte insbesondere fĂŒr mehr Schutz vor Deepfakes vor den Landtagswahlen. "Wir sehen, welche Angriffe wir jetzt schon sehen, auch Cyberangriffe, und auch Beeinflussung, und deshalb werden wir uns mit diesem Thema auch in einem nĂ€chsten Koalitionsausschuss nochmal intensiv beschĂ€ftigen, weil es auch wichtig ist, unsere Demokratie in unserem Land weiter zu stĂ€rken", sagte sie.

CSU-Chef Markus Söder lobte das Vorgehen von Merz gegenĂŒber der US-Regierung beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Der "Mix aus Klarheit und Besonnenheit" habe Deutschland in Davos sehr geholfen. Man habe daher nun keinen Zollkrieg. Söder plĂ€dierte fĂŒr "Realismus" gegenĂŒber den USA. "Wir brauchen die Vereinigten Staaten von Amerika", sagte er und zĂ€hlte AbhĂ€ngigkeiten in den Bereichen Verteidigung, Technologie und Geheimdienste auf. "Deswegen ist es wichtig: Kein Handelsstreit, jedenfalls keiner, der von uns ausgeht, keine Boykottaufrufe oder Ă€hnliches mehr, lauter so einen Quatsch. Sondern wir setzen auf Freihandel, wir setzen auf Regeln."

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