Esken, ZurĂŒckweisungen

Esken gegen ZurĂŒckweisungen im Alleingang: «BrandgefĂ€hrlich»

10.03.2025 - 11:06:35 | dpa.de

Union und SPD wollen Asylbewerber zurĂŒckweisen - darĂŒber, ob das auch gegen den Willen der NachbarlĂ€nder passieren soll, gibt es aber Uneinigkeit. Die SPD-Bundesvorsitzende positioniert sich klar.

Es sei brandgefÀhrlich, gegen den Willen der europÀischen NachbarlÀnder zu handeln, sagte die SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa
Es sei brandgefÀhrlich, gegen den Willen der europÀischen NachbarlÀnder zu handeln, sagte die SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa

Die SPD interpretiert das Sondierungsergebnis zur Migrationspolitik anders als die Union. Beide Seiten hatten sich verstĂ€ndigt, bei den Grenzkontrollen kĂŒnftig auch Asylsuchende zurĂŒckzuweisen - «in Abstimmung mit unseren europĂ€ischen Nachbarn». Unions-Fraktionsvize Jens Spahn (CDU) sagte, «Abstimmung» erfordere nicht Zustimmung, notfalls könne auch gegen den Willen der NachbarlĂ€nder gehandelt werden. 

Esken interpretierte die Passage im Ergebnispapier strenger. «Wir haben was anderes vereinbart, und dabei bleiben wir auch», sagte sie im Deutschlandfunk. Man wolle das Thema bei den nÀchsten Verhandlungen mit der Union klÀren. «Aber wir haben ein Sondierungspapier, in dem das auch ganz klar beschrieben ist.»

Man mĂŒsse auf europĂ€ischer Ebene nĂ€her zusammenkommen, statt «mit dem Kopf durch die Wand zu gehen», sagte sie. «Das halte ich fĂŒr brandgefĂ€hrlich und werde auch ganz klar dagegenhalten, wenn es weiter debattiert wird.»

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