Trump will alle KĂ€ufer iranischen Ăls mit Sanktionen belegen
01.05.2025 - 21:14:49Die US-Regierung werde alle KĂ€ufer iranischen Ăls ab sofort mit Sanktionen belegen, erklĂ€rte Trump auf seiner Plattform Truth Social. Irans Ăl-Kunden, seien es Personen oder LĂ€nder, dĂŒrften keine GeschĂ€fte mit den USA mehr machen. China gilt als der gröĂte Abnehmer von iranischem Ăl.
Die USA und der Iran hatten vor einigen Wochen nach Jahren der Eiszeit GesprĂ€che ĂŒber ein mögliches neues Atomabkommen aufgenommen. Trump sagte bei einem Termin im WeiĂen Haus, dass die neuen Sanktionen dazu beitragen sollten, den Iran in eine Situation zu bringen, in der Teheran bereit sei, einen Deal einzugehen.
Neue Verhandlungsrunde mit dem Iran verschoben
Heute war bekanntgeworden, dass die nĂ€chste Verhandlungsrunde ĂŒber das Atomprogramm zwischen Washington und Teheran verschoben werden soll. Der ursprĂŒnglich fĂŒr Samstag in Rom geplante, bereits vierte Termin zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Irans AuĂenminister Abbas Araghtschi werde aus "logistischen GrĂŒnden" verschoben, erklĂ€rte Omans AuĂenminister Badr al-Busaidi auf der Plattform X. Der Oman vermittelt bei den GesprĂ€chen.
Nach Angaben der Sprecherin des US-AuĂenministeriums, Tammy Bruce, gehen die USA allerdings davon aus, dass es in naher Zukunft erneut GesprĂ€che geben werde.
Ălexporte fĂŒr Irans Wirtschaft von groĂer Bedeutung
Der Iran befindet sich bereits in einer heftigen Wirtschaftskrise - nicht zuletzt wegen bereits bestehender Sanktionen. Falls es der US-Regierung mit Trumps neuer Sanktions-Drohung tatsĂ€chlich gelingen sollte, die verbliebenen KĂ€ufer iranischen Ăls zu verschrecken, dĂŒrfte das fĂŒr den Iran wirtschaftlich verheerend sein.
Erst am Mittwoch hatte das US-Finanzministerium neue Sanktionen gegen mehrere Firmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der TĂŒrkei und dem Iran verhĂ€ngt, die laut Washington am GeschĂ€ft mit iranischem Ăl beteiligt sind. Irans AuĂenamtssprecher Ismail Baghai verurteilte die neuen StrafmaĂnahmen laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna scharf und drohte mit Konsequenzen. Ob die neuen Sanktionen der eigentliche Grund der Verschiebung sind, blieb unklar.
Der iranische Journalist Abas Aslani schrieb auf der Plattform X, es scheine, dass "interne Meinungsverschiedenheiten innerhalb der US-Regierung" und "VerĂ€nderungen an den in frĂŒheren Runden festgelegten Rahmenbedingungen" zu den GrĂŒnden fĂŒr die Verschiebung gehörten. Laut dem regierungsnahen Webportal "Iran Nuances" wĂ€chst in Teheran die Skepsis, wie ernst die USA es mit den laufenden Atomverhandlungen meinten.
Seit Jahren Streit um iranisches Atomprogramm
2015 hatte der Iran im Wiener Atomabkommen nach langen Verhandlungen mit Vertragspartnern - darunter China, Russland, die USA, Frankreich, Deutschland und GroĂbritannien - vereinbart, sein Nuklearprogramm einzuschrĂ€nken. Trump stieg jedoch 2018 einseitig aus dem Pakt aus und verhĂ€ngte neue, harte Sanktionen. Daraufhin hielt sich auch Teheran nicht mehr an die Auflagen des Abkommens. Trump strebt nun einen neuen Deal mit der Islamischen Republik an und drohte zugleich mit MilitĂ€rschlĂ€gen, sollte es kein Abkommen geben.
Mit der Verschiebung dĂŒrfte auch eine GesprĂ€chsrunde iranischer Regierungsmitglieder mit Vertretern aus Deutschland, Frankreich und GroĂbritannien platzen, die nach Angaben aus Teheran fĂŒr Freitag angesetzt gewesen sein soll.

