Trump: Habe Netanjahu vor Stören der Iran-GesprÀche gewarnt
28.05.2025 - 20:06:00Auf die Frage, ob er eine entsprechende Warnung vergangene Woche in einem TelefongesprĂ€ch ausgesprochen habe, antwortete Trump im WeiĂen Haus: "Nun, ich möchte ehrlich sein: Ja, das habe ich."
Er habe Netanjahu mitgeteilt, dass er dies im Moment fĂŒr unangemessen halte, weil man einer Lösung sehr nahe sei. Das könne sich jeden Moment Ă€ndern, aber aktuell gehe er davon aus, dass der Iran einen Deal wolle und ein solches Abkommen es ermöglichen wĂŒrde, eine Menge Menschenleben zu retten.
Die USA wollen das iranische Atomprogramm beschneiden, weil sie befĂŒrchten, die Islamische Republik könnte Atomwaffen bauen. Teheran dementiert das und pocht auf das Recht, Kernenergie friedlich zu nutzen.
Trump sagte weiter, dass er ein "sehr starkes Dokument" anvisiere, das nicht auf Vertrauen basiere. Dieses solle es den USA ermöglichen, Inspektoren einzusetzen und zu zerstören, was sie wollten - ohne, dass dabei Menschen getötet wĂŒrden.
Medienbericht: USA sorgen sich ĂŒber möglichen Iran-Angriff
Zuvor hatte die "New York Times" berichtet, dass die USA die Sorge hÀtten, Israel könnte die Atomanlagen im Iran noch wÀhrend der Verhandlungen mit Teheran und mit nur knapper Vorwarnzeit angreifen. Unter Berufung auf informierte Beamte berichtete die Zeitung, Netanjahu habe damit gedroht, die GesprÀche zu torpedieren, indem er Irans wichtigste Anlagen zur Urananreicherung angreift. Ein Sprecher Netanjahus bezeichnete den Bericht allerdings als "Fake News".
Neben mindestens einem angespannten TelefongesprÀch zwischen Trump und Netanjahu hat es dem Medienbericht zufolge in den vergangenen Tagen auch Treffen zwischen ranghohen US-Regierungsvertretern und hochrangigen israelischen Beamten gegeben.
Trump war in seiner ersten Amtszeit 2018 einseitig aus dem Wiener Atompakt ausgestiegen, der Irans Nuklearprogramm einschrÀnken und im Gegenzug Sanktionen aufheben sollte. Danach hielt sich auch Teheran nicht mehr an die Auflagen des Abkommens.

