Umstrukturierung, Wettbewerb

Trump: Könnte fĂŒr Tiktok-Deal Zölle fĂŒr China senken

27.03.2025 - 06:15:53

US-PrĂ€sident Donald Trump hat niedrigere Zusatzzölle fĂŒr China im Austausch gegen die Zustimmung der chinesischen Regierung zum Tiktok-Verkauf in Aussicht gestellt.

Trump rĂ€umte ein, dass Peking "möglicherweise" ein Mitspracherecht bei dem Deal haben werde - und er denke, dass China einen Verkauf freigeben werde. "Vielleicht werde ich ihnen eine kleine Senkung der Zölle oder etwas Ähnliches geben, um den Deal abschließen zu können", sagte Trump. Jeder Prozentpunkt der Zölle sei mehr wert als die Kurzvideo-Plattform.

Aufschub von Trump

Tiktok hĂ€tte nach einem US-Gesetz eigentlich bis zum 19. Januar von dem in China ansĂ€ssigen EigentĂŒmer Bytedance verkauft werden mĂŒssen - oder in den USA vom Netz gehen. Doch PrĂ€sident Donald Trump rĂ€umte eine Gnadenfrist von 75 Tagen ein, die am 5. April ablĂ€uft. Er bekrĂ€ftigte jetzt auch noch einmal eine FristverlĂ€ngerung bei Bedarf in Aussicht - obwohl es dafĂŒr in dem Gesetz keine Grundlage gibt.

US-VizeprĂ€sident J.D. Vance zeigte sich jĂŒngst ĂŒberzeugt, dass bis Anfang April eine grundsĂ€tzliche Lösung fĂŒr die Zukunft von Tiktok in den USA gefunden werde. Von Bytedance und Tiktok hieß es bisher, es sei unmöglich, nur den US-Teil der App zu verkaufen, weil dies die Plattform zerschlagen wĂŒrde. Trump sagte jetzt, es gebe "verschiedene Wege, Tiktok zu kaufen" - und man werde den finden, der fĂŒr die USA am besten sei.

China entscheidet ĂŒber Algorithmus-Verkauf

Trump wollte in seiner ersten Amtszeit einen Verkauf des US-GeschĂ€fts von Tiktok mit einer Verbotsdrohung erzwingen, wurde aber von amerikanischen Gerichten gestoppt. Das unter PrĂ€sident Joe Biden verabschiedete Gesetz bietet eine solide rechtliche Basis fĂŒr ein Aus von Tiktok in den USA - Trump erwĂ€rmte sich im vergangenen Wahlkampf aber fĂŒr die App und will sie erhalten.

China stellte unterdessen schon in Trumps erster Amtszeit die Regel auf, dass fĂŒr den Verkauf von Software-Algorithmen ins Ausland die Zustimmung der Regierung erforderlich ist. Der Tiktok-Algorithmus entscheidet darĂŒber, welche Videos Nutzern als NĂ€chstes angezeigt werden und ist damit ein zentraler Baustein fĂŒr den Erfolg der Plattform.

Bytedance will nicht loslassen

Dem US-Gesetz zufolge muss Bytedance die Kontrolle ĂŒber Tiktok aufgeben. Bytedance hofft laut einem kĂŒrzlichen Bericht der Website "The Information" aber weiterhin, dass Trump den seit Jahren vorangetriebenen Plan "Project Texas" akzeptiert, bei dem Informationen von US-Nutzern in den USA gelagert werden und Oracle US68389X1054 Datenströme sowie Software-Updates ĂŒberwacht. Der Regierung von Trumps VorgĂ€nger war das nicht sicher genug, da Tiktok dabei weiter im Besitz von Bytedance bleiben sollte. FĂŒr Europa hat Tiktok einen Ă€hnlichen Plan mit dem Namen "Project Clover" zur Datenspeicherung in Irland.

@ dpa.de | US68389X1054 UMSTRUKTURIERUNG