ROUNDUP, Trump

Trump will mit Putin und Xi ĂŒber nukleare AbrĂŒstung reden

13.02.2025 - 22:09:42 | dpa.de

US-PrĂ€sident Donald Trump hat seine weitreichenden Vorstellungen zur internationalen Kooperation mit den GroßmĂ€chten Russland und China skizziert.

Mit beiden LĂ€ndern soll es GesprĂ€che ĂŒber atomare AbrĂŒstung geben, dazu könne er sich auch ein Dreier-Treffen mit den PrĂ€sidenten Wladimir Putin und Xi Jinping vorstellen, sagte Trump im Weißen Haus. Eine RĂŒckkehr Russlands an den Tisch der wichtigen Industrienationen (derzeit G7) hĂ€lt er fĂŒr angezeigt.

Zu dem Dreier-Treffen mit Xi und Putin solle es kommen, "wenn sich die Dinge beruhigt haben", sagte Trump. Derzeit sei die weltpolitische Lage sehr aufgeheizt. Er wolle mit beiden einzeln sprechen, aber auch gemeinsam, sagte der Republikaner. "Ich möchte sagen: Lasst uns unseren MilitĂ€rhaushalt um die HĂ€lfte reduzieren." Es sei unsinnig, dass die drei LĂ€nder derart viel fĂŒr MilitĂ€r und Atomwaffen ausgĂ€ben.

Kein Grund fĂŒr neue Atomwaffen

Es gehe ihm darum, die Zahl der Atomwaffen zu reduzieren, "und auch darum, dass wir nicht so viel Geld fĂŒr Waffen ausgeben mĂŒssen, fĂŒr militĂ€rische Waffen im Allgemeinen".

"Es gibt keinen Grund fĂŒr uns, neue Atomwaffen zu bauen. Wir haben bereits so viele", sagte Trump. "Man könnte die Welt 50 Mal oder 100 Mal zerstören, und wir bauen neue Atomwaffen, und sie bauen Atomwaffen." Das Geld könnte anders investiert werden, argumentierte er. Denuklearisierung sei ein "schönes" Wort.

Trump hebt persönliche Verbindung zu Putin und Xi hervor

Trump betonte, er habe ein gutes VerhÀltnis sowohl zu Putin als auch zu Xi. "Es geht um Menschen." Es sei ihm egal, wer den ersten Schritt mache. Entscheidend sei, was als Ergebnis herauskomme.

Zu einer möglichen RĂŒckkehr Russlands in den Kreis der derzeitigen G-7-LĂ€nder sagte Trump: "Ich wĂŒrde sie gerne wieder dabeihaben". Der Rauswurf aus den damaligen G8 im Jahr 2014 sei ein "Fehler" gewesen. Es ginge nicht darum, ob man Russland möge oder nicht, so Trump weiter.

Das GesprĂ€chsformat der sieben großen Industrienationen gibt es seit 1975. Russland wurde 2002 - zur Zeit der Kanzlerschaft Gerhard Schröders - als Vollmitglied in die Gruppe aufgenommen, die fĂŒr zwölf Jahre G8 hieß. 2014 wurde Russland dann aber wegen der Annexion der Schwarzmeerhalbinsel Krim kurz vor einem im russischen Sotschi geplanten Gipfeltreffen wieder ausgeschlossen. Seitdem besteht das Format wieder als G7 weiter.

Trump: Hilfreich, wenn Russland Teil der Gruppe wÀre

Trump sagte, es sei durchaus möglich, dass es zu dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine nicht gekommen wĂ€re, wenn es noch die G8 gegeben hĂ€tte. Moskau ĂŒberfiel das Nachbarland im Februar 2022. "Ich denke, es wĂ€re sehr hilfreich gewesen und wĂ€re immer noch hilfreich, wenn Russland Teil der Gruppe wĂ€re."

Auf die Frage, ob die Ukrainer bei geplanten GesprĂ€chen zu einer Beendigung des russischen Angriffskriegs einen Platz am Verhandlungstisch haben wĂŒrden, erklĂ€rte Trump, sie seien "Teil davon". Beteiligt sein wĂŒrden neben der Ukraine und Russland "eine Menge Leute". Er sprach von einer "sehr interessanten Situation".

Am Mittwoch hatte Trump mit Putin telefoniert. Anschließend sprach er mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj. In Washington erklĂ€rte Trump nun, jemand habe gesagt, er hĂ€tte zuerst mit Selenskyj und dann mit Putin reden sollen. "Das glaube ich nicht", sagte Trump. Er habe gewusst, dass Selenskyj "einen Deal" aushandeln wolle, und man habe herausfinden mĂŒssen, ob das auch fĂŒr Putin gelte. "Ich weiß jetzt, dass Russland einen Deal machen will."

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