Produktion/Absatz, Wettbewerb

Wasser, Boden, Artenschutz: PlĂ€ne fĂŒr Intel-Chip-Fabrik werden geprĂŒft

29.05.2024 - 16:57:17 | dpa.de

VerbĂ€nde und Kommunen kritisieren PlĂ€ne fĂŒr den hohen Wasserverbrauch der geplanten Chip-Fabriken von Intel US4581401001 bei Magdeburg.

Sie forderten bei einem Erörterungstermin zu den BebauungsplĂ€nen am Mittwoch unter anderem eine nachhaltige und ressourcenschonende Wasserversorgung. Das Unternehmen hatte angegeben, rund 18 000 Kubikmeter Wasser tĂ€glich fĂŒr den Betrieb von zwei Chip-Fabriken zu benötigen. Dies entspricht rund der HĂ€lfte des gesamten Wasserverbrauchs der Landeshauptstadt Magdeburg.

Kritik kommt neben UmweltverbĂ€nden vor allem von der Gemeinde Burgstall im Landkreis Börde. Ungeachtet sinkender GrundwasserstĂ€nde sei eine verstĂ€rkte Grundwasserförderung geplant, sagte Christian Kroll, der stellvertretende BĂŒrgermeister der Gemeinde. Es gebe bereits eine Grundwasserabsenkung in der Gemeinde. "Wir haben Risse in den HĂ€usern, wir haben SchĂ€den in der Forstwirtschaft, die Bauern haben Nachteile." Die Gemeinde sei nicht gegen den Intel-Bau, aber könne nicht die Leidtragende sein. Die PlĂ€ne, wie möglicherweise auch Wasser aus der Elbe genutzt werden könne, seien nicht konkret genug.

Kommune fĂŒrchtet weiteres Absinken des Grundwassers

Die Trinkwasserversorgung Magdeburg (TWM) wies darauf hin, dass fĂŒr die aktuell geplante Ausbaustufe mit zwei Chip-Fabriken genĂŒgend Wasser zur VerfĂŒgung stehe. "Der Bedarf von Intel ist mehr als ausgeglichen", sagte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Alexander Ruhland. PlĂ€ne der Stadt Magdeburg sehen vor, ein altes Wasserwerk nördlich von Magdeburg in der Colbitz-Letzlinger Heide zu reaktivieren.

Beim Landesverwaltungsamt waren nach der öffentlichen Auslegung der Planungsunterlagen 13 Einwendungen eingegangen. Bedenken meldeten demnach unter anderem Nabu und BUND an, sowie weitere Umweltschutzorganisationen und Einzelpersonen. Neben der Wasserversorgung ging es auch um Fragen des Boden-, Natur- und Artenschutzes, etwa von Feldhamstern und Feldlerchen. Das Landesverwaltungsamt prĂŒft nach dem öffentlichen Erörterungstermin die EinwĂ€nde und wird dann ĂŒber den Antrag des US-Unternehmens entscheiden.

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