Arbeitsmarkt, Verdi

Verdi will fĂŒr BeschĂ€ftigte der LĂ€nder 10,5 Prozent mehr Lohn

11.10.2023 - 15:37:17 | dts-nachrichtenagentur.de

Verdi fordert in den Tarifverhandlungen fĂŒr die BeschĂ€ftigten der LĂ€nder 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro mehr monatlich.

Verdi - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Verdi - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur

"Die Erwartungshaltung der BeschĂ€ftigten ist hoch", sagte Verdi-Vorsitzender Frank Werneke am Mittwoch. NachwuchskrĂ€fte sollen zudem nach Vorstellung der Bundestarifkommission von Verdi 200 Euro mehr erhalten und Auszubildende unbefristet ĂŒbernommen werden.

"Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen", so Werneke. Verdi fĂŒhrt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU sowie in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem DBB. Die Verhandlungen fĂŒr rund 1,2 Millionen TarifbeschĂ€ftigte im öffentlichen Dienst der LĂ€nder (außer Hessen) sollen am 26. Oktober in Berlin beginnen. Verdi fordert zudem die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die rund 1,3 Millionen Beamten sowie auf die VersorgungsempfĂ€nger (ebenfalls ohne Hessen). Die öffentliche Daseinsvorsorge sei notwendig und gefordert wie nie zuvor, so Werkneke. Die BeschĂ€ftigten arbeiteten nicht nur am Limit, sondern darĂŒber hinaus. "In vielen öffentlichen Einrichtungen ist die Belastungsgrenze lĂ€ngst ĂŒberschritten", klagte er. Im gesamten öffentlichen Dienst seien bundesweit 300.000 Stellen unbesetzt. Gleichzeitig bildeten die LĂ€nderbeschĂ€ftigten das Schlusslicht bei der Bezahlung im öffentlichen Dienst. Der Unterschied bei der Bezahlung zwischen Bund und Kommunen betrage im Schnitt mehr als zehn Prozent, in EinzelfĂ€llen drohten Gehaltsunterschiede von mehreren hundert Euro. "Ich rate den LĂ€nderarbeitgebern dringend: Nehmen Sie diese Erwartungen sehr ernst, der Druck und oftmals auch der Frust sind groß. Die BeschĂ€ftigten wollen sich nicht abhĂ€ngen lassen", sagte der Gewerkschafter. Der öffentliche Dienst der LĂ€nder könne nur mit guten Löhnen und guten Arbeitsbedingungen im zunehmenden Wettbewerb um ArbeitskrĂ€fte punkten und ihn damit attraktiver machen, um BeschĂ€ftigte zu halten und neue ArbeitskrĂ€fte zu gewinnen, so Werneke.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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