WM, Nationalmannschaft

Hoeneß zu brisanter WM-Frage: «Nicht fair»

23.05.2026 - 12:59:00 | dpa.de

Viel wird über die WM-Nominierung von Bundestrainer Julian Nagelsmann diskutiert. Uli Hoeneß erneuert eine Kritik - und sagt, wo er Kapitän Joshua Kimmich nicht «verbrennen» würde.

  • Hoeneß wundert sich über die Kommunikation über das WM-Tor. - Bild: Sven Hoppe/dpa
    Hoeneß wundert sich über die Kommunikation über das WM-Tor. - Bild: Sven Hoppe/dpa
  • Neuer (l) ist für die WM nominiert. (Archivbild) - Bild: Sven Hoppe/dpa
    Neuer (l) ist für die WM nominiert. (Archivbild) - Bild: Sven Hoppe/dpa
  • Seine Entscheidungen gefallen Hoeneß nicht alle: Bundestrainer Nagelsmann. (Archivbild) - Bild: Tom Weller/dpa
    Seine Entscheidungen gefallen Hoeneß nicht alle: Bundestrainer Nagelsmann. (Archivbild) - Bild: Tom Weller/dpa
Hoeneß wundert sich über die Kommunikation über das WM-Tor. - Bild: Sven Hoppe/dpa Neuer (l) ist für die WM nominiert. (Archivbild) - Bild: Sven Hoppe/dpa Seine Entscheidungen gefallen Hoeneß nicht alle: Bundestrainer Nagelsmann. (Archivbild) - Bild: Tom Weller/dpa

Uli Hoeneß hat die Kommunikation um die Nominierung des deutschen WM-Torwarts durch Bundestrainer Julian Nagelsmann bemängelt. «Das war nicht in Ordnung, nicht fair», sagte der 74 Jahre alte Ehrenpräsident des FC Bayern München im «Spiegel»-Spitzengespräch. Es sei ein Fehler gewesen, bereits im Frühjahr die Entscheidung zu verkünden, dass der Hoffenheimer Oliver Baumann die Nummer eins im DFB-Tor sei.

Nagelsmann plant jetzt, den derzeit verletzten Bayern-Kapitän Manuel Neuer als Stammkeeper bei der am 11. Juni beginnenden WM-Endrunde in Kanada, Mexiko und den USA einzusetzen. Die Berufung Neuers und die Rückstufung von Baumann als vorheriger Nummer eins im deutschen Tor hatten für reichlich Diskussionen gesorgt. Sportlich verteidigte Hoeneß die Torhüter-Reihenfolge. Schon vor einer Woche hatte er Neuer als den Besten bezeichnet. Dabei hatte er aber auch gesagt, dass ihm der Hoffenheimer Keeper Baumann leidtue.

Hoeneß wiederholt: Team hätte sich einspielen müssen

Hoeneß wiederholte seine Kritik an Nagelsmann, die vergangenen Länderspiele nicht zum Einspielen genutzt zu haben. «Man hätte eine Mannschaft drei-, vier-, fünfmal zusammenspielen lassen müssen, um sie zu einer Einheit zu formen», sagte der 74-Jährige. Dies sei keine persönliche, sondern «sachlich-fachliche Kritik», befand Hoeneß.

 

Der deutsche Kader sei «gut, aber nicht Weltklasse». Dass DFB-Kapitän Joshua Kimmich in der Nationalelf als Rechtsverteidiger und nicht wie beim FC Bayern München im Mittelfeld aufläuft, ist für Hoeneß nicht nachvollziehbar. 

«Ich würde Joshua, der eine überragende Saison im Mittelfeld des FC Bayern gespielt hat, auf keinen Fall da verbrennen, weil er als rechter Verteidiger dem Spiel nicht so viele Impulse geben und nicht so Führungsspieler sein kann, wie er das beim FC Bayern ist – und die Nationalmannschaft braucht Führungsspieler», sagte Hoeneß. Seine Wunschbesetzung für die Mittelfeldzentrale ist der «Bayern-Block» mit Kimmich und Aleksandar Pavlovic.

Nagelsmann reagierte darauf gelassen. «Wichtig ist, was ich mit Joshua bespreche, und dass er weiß, was sein Job ist und er damit fein ist. Und das ist er. Wenn man seinen Einfluss gesehen hat in seiner Rolle bei der EM und im WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei, wo er extrem voranmarschiert ist als Führungsspieler, bin ich sehr fein mit meiner Kommunikation mit Joshua», sagte der Bundestrainer vor dem DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart am Sky-Mikrofon.

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