Förderschul-LehrkrÀfte, NRW

Förderschul-LehrkrÀfte in NRW leiden unter Gewalt

31.01.2024 - 07:08:23

Viele LehrkrĂ€fte an Förderschulen in NRW sind tĂ€glich Opfer von Übergriffen ihrer SchĂŒler.

Das geht aus einer Umfrage der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hervor, ĂŒber die die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtet. "Die Ergebnisse sind besorgniserregend", sagte GEW-Landeschefin Ayla Celik der WAZ. Demnach erfahren zum Beispiel 94 Prozent der Befragten, die in Schulen mit dem Förderschwerpunkt "Geistige Entwicklung" arbeiten, körperliche Gewalt wie SchlĂ€ge und Tritte. 60 Prozent leiden laut der Umfrage mehrmals im Monat darunter, zehn Prozent mehrmals am Tag. An Förderschulen mit dem Schwerpunkt "Emotionale und soziale Entwicklung" leiden laut GEW 93 Prozent der Befragten unter verbaler und fast 78 Prozent unter psychischer Gewalt, zum Beispiel unter Drohungen und Beleidigungen. An der Umfrage zu Gewalterfahrungen in den vergangenen fĂŒnf Jahren hatten sich im Jahr 2023 insgesamt rund 3.000 LehrkrĂ€fte, Schulleitungen und pĂ€dagogische FachkrĂ€fte von Förderschulen in NRW beteiligt.

Etwa jeder Zweite gab an, bei der Arbeit körperliche oder seelische Verletzungen erlitten zu haben. In den Ergebnissen der Umfrage spiegelt sich nach EinschĂ€tzung von Ayla Celik ein allgemeiner Trend hin zu mehr Gewalt gegen BeschĂ€ftigte im öffentlichen Dienst, gerade auch an Schulen. Die GEW erkennt als Hauptgrund fĂŒr die vielen Gewalttaten einen "besonders ausgeprĂ€gten" LehrkrĂ€ftemangel an Förderschulen. Es sei Aufgabe der Landesregierung, diese BeschĂ€ftigten besser zu schĂŒtzen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem ein vereinfachtes Meldeverfahren fĂŒr Gewalttaten, einen Schutzplan fĂŒr BeschĂ€ftigte, mehr Anti-Aggressionstrainings, mehr Weiterbildung fĂŒr Schulleitungen sowie mehr multiprofessionelle Teams.

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