Polen, MilitÀr

Ziemiak lehnt polnische Reparationsforderungen ab u

16.09.2025 - 05:00:00

Vor dem Antrittsbesuch des polnischen PrÀsidenten Karol Nawrocki in Berlin hat Paul Ziemiak (CDU) die Position der Bundesregierung zu polnischen Reparationsforderungen bekrÀftigt.

"Diese Frage ist fĂŒr uns rechtlich bereits geklĂ€rt, aber wir wissen um unsere Verantwortung", sagte der Chef der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe im POLITICO Berlin Playbook-Podcast. Mit Blick auf Reparationsforderungen forderte Ziemiak Klarheit: "Wir sollten uns auf Augenhöhe begegnen und die polnischen AnsprĂŒche sehr ernst nehmen. Aber wir mĂŒssen auch wiederum in unserer Haltung klar sein. Wir sagen, die Dinge seien geklĂ€rt." Ziemiak verwies auf Irritationen in Warschau ĂŒber deutsche Debatten zur Kolonialzeit: "Wenn gleichzeitig in Deutschland Debatten verfolgt werden, dass Deutschland bereit ist, fĂŒr Zeiten, die noch lĂ€nger zurĂŒckliegen - beispielsweise Kolonialherrschaft in Afrika - EntschĂ€digungen zu zahlen, sagen manche in Polen: Das ist aber komisch. Der Zweite Weltkrieg ist abgehakt, aber Dinge, die viel weiter davor liegen, sollen jetzt noch diskutiert werden." Er warnte davor, alte Konflikte aufzuwĂ€rmen: "Das gegenseitige Aufrechnen von Leid bringt niemanden weiter. Es wird nie zu einem Schlussstrich kommen. Diese Diskussion lenkt ab von dem, was wir eigentlich in Zukunft gemeinsam machen können." Gleichzeitig lobte Ziemiak die deutsch-polnische Geschichte: sie habe sich "toll entwickelt".

Mit Blick auf die Gegenwart betonte er die gemeinsame Sicherheitspolitik: "Wir wissen, welchen Beitrag fĂŒr die deutsche Sicherheit Polen leistet." Über die Verteidigung fĂŒgte er hinzu: "Wir mĂŒssen in unsere Sicherheit gemeinsam investieren. Und Deutschland ist bereit, seinen Beitrag zu leisten."

@ dts-nachrichtenagentur.de