Als "Ăbergangslösung auf dem Weg zu einem fairen und regelbasierten Welthandel nach WTO-Standards" solle in der EU ein Zollkontingentsystem geprĂŒft, und fĂŒr Importe auĂerhalb dieser Quoten "ein wirksamer Strafzoll" implementiert werden, heiĂt es in einer gemeinsamen ErklĂ€rung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.
Die MinisterprĂ€sidenten der fĂŒnf LĂ€nder fordern demnach "mindestens 50 Prozent, analog zum US-Niveau". Ein solches Instrument soll auĂerdem "möglichst auf alle Erzeugnisse der Stahlwertschöpfungskette abzielen, also auch Vor- und weiterverarbeitete Produkte umfassen".
Gleichzeitig mĂŒssten weiterverarbeitende Betriebe im Binnenmarkt "ihre internationale WettbewerbsfĂ€higkeit behalten und nicht unangemessen belastet werden". Deswegen komme es jetzt darauf an, den Vorschlag der EU-Kommission fĂŒr ein neues Handelsinstrument im Stahlbereich gemeinsam mit Parlament und Rat zĂŒgig zu verabschieden, um Planungssicherheit fĂŒr alle Marktteilnehmer zu schaffen.
Importe von Stahl- und Stahlprodukten aus Russland wollen die fĂŒnf LĂ€nder ganz verbieten.
Zudem mĂŒsse der CO2-Grenzausgleich bis spĂ€testens Januar 2026 vollstĂ€ndig funktionieren, sonst seien kostenlose Emissionszertifikate beizubehalten.
FĂŒr die Transformation der Stahlindustrie sei auĂerdem eine verlĂ€ssliche Wasserstoffversorgung und die Absicherung von StromliefervertrĂ€gen notwendig. "Ohne ausreichend Wasserstoff zu wettbewerbsfĂ€higen Preisen ist eine Dekarbonisierung der Rohstahlerzeugung nicht möglich", schreiben die fĂŒnf LĂ€nder, und weiter: "Es muss daher eine fristgerechte Fertigstellung des Wasserstoff-Kernnetzes sichergestellt werden."
"Der Emissionshandel darf kein Deindustrialisierungsprogramm werden", sagte NRW-MinisterprĂ€sident Hendrik WĂŒst (CDU) am Mittwoch bei Veröffentlichung des gemeinsamen Positionspapiers. Klimaschutz gelinge nur, wenn Unternehmen in moderne Technologien investieren könnten.
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