Faeser, BemĂŒhungen

Faeser beteuert BemĂŒhungen um Abschiebungen nach Afghanistan

19.06.2024 - 01:00:00

Vor dem Treffen der Innenminister der LÀnder ab diesem Mittwoch hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) beteuert, dass ihr Ministerium mit mehreren Staaten Möglichkeiten zu Abschiebungen von StraftÀtern und GefÀhrdern nach Afghanistan sucht.

"Wir verhandeln vertraulich mit verschiedenen Staaten, um Wege zu eröffnen, ĂŒber die Abschiebungen nach Afghanistan wieder möglich werden", sagte Faeser der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (Mittwochausgabe). Sie werde bei der Innenministerkonferenz vertraulich darĂŒber unterrichten. Es gehe ihr darum, "dass die Bundespolizei die dafĂŒr verantwortlichen BundeslĂ€nder schnellstmöglich wieder bei Abschiebungen nach Afghanistan unterstĂŒtzen kann", so die SPD-Politikerin. "Wir arbeiten intensiv daran, dass wir Abschiebungen von islamistischen GefĂ€hrdern und GewalttĂ€tern nach Afghanistan wieder durchsetzen können. FĂŒr mich stehen deutsche Sicherheitsinteressen ganz klar an erster Stelle."

Ziel sei es, GewalttĂ€ter konsequent abzuschieben, wenn sie nach einer Haftstrafe in Deutschland wieder freikommen, sagte die Innenministerin. "Und wir wollen islamistische GefĂ€hrder konsequent ausweisen und abschieben." Faeser zeigt sich optimistisch, dass dies gelingen werde. "Unser umfassendes Gesetzespaket fĂŒr schnellere und hĂ€ufigere Abschiebungen ist in Kraft. Wir haben damit die Abschiebung von StraftĂ€tern und GefĂ€hrdern - vor allem aus dem islamistischen Spektrum - gesetzlich stark forciert", sagte sie. Die Behörden hĂ€tten jetzt viel mehr Instrumente, um zu verhindern, dass Ausreisepflichtige vor der Abschiebung untertauchen. Die Abschiebezahlen seien bereits erheblich gestiegen. "Im letzten Jahr hatten wir eine Steigerung von ĂŒber 25 Prozent, in diesem Jahr liegen die Zahlen bisher noch mal gut 30 Prozent höher als 2023", sagte die Bundesinnenministerin. Zuletzt hatte der "Spiegel" ĂŒber angebliche BemĂŒhungen des Innenministeriums berichtet, StraftĂ€ter kĂŒnftig ĂŒber Usbekistan nach Afghanistan abzuschieben. Direkte Verhandlungen mit den islamistischen Taliban, die in dem Land regieren, lehnt die Bundesregierung ab.

@ dts-nachrichtenagentur.de