SPD-Innenminister, Fortschritte

SPD-Innenminister drÀngen auf Fortschritte in Migrationspolitik

19.06.2024 - 08:21:29

Vor der Innenministerkonferenz von Bund und LĂ€ndern in Potsdam werden Forderungen nach mehr Tempo bei der Begrenzung von Migration laut.

"Die Menschen erwarten von uns, dass wir Lösungen finden", sagte ThĂŒringens Innenminister Georg Maier (SPD) dem "Handelsblatt". Er verwies auf die Europawahl, bei der in Ostdeutschland die AfD die meisten Stimmen erhielt. "Die Populisten missbrauchen das Migrationsthema, um ganz gezielt Ängste zu schĂŒren", sagte Maier.

"Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir jetzt auch rechtsstaatlich geeignete Verfahren umsetzen, um das Thema abzurĂ€umen." Maier mahnte Fortschritte bei Abschiebungen von StraftĂ€tern und GefĂ€hrdern nach Afghanistan und Syrien an. Dazu seien keine Verhandlungen mit den Taliban oder mit dem Assad-Regime notwendig. ZielfĂŒhrender seien GesprĂ€che mit Drittstaaten oder NachbarlĂ€ndern dieser Staaten. "Neben Usbekistan kommt zum Beispiel auch Pakistan infrage", sagte der SPD-Politiker. Es könnten aber auch LĂ€nder sein, die nicht direkt an Afghanistan grenzen. "Es gibt ja FlĂŒge nach Kabul aus ganz verschiedenen LĂ€ndern." Es sei auch richtig, die Abschiebungen mit Migrationsvereinbarungen zu verbinden, fĂŒgte Maier hinzu. "Wir haben ein Interesse an geregelter Einwanderung, insbesondere von FachkrĂ€ften." Der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Christian Pegel (SPD), drĂ€ngt auf eine Lösung fĂŒr abgelehnte Asylbewerber, die wegen fehlender Dokumente nicht in ihre HeimatlĂ€nder zurĂŒckgeschickt werden können. Der Bund mĂŒsse bei der Beschaffung von Passersatzpapieren endlich liefern, sagte er dem "Handelsblatt". "Verhandlungen um Kooperation mit den HerkunftslĂ€ndern stellen einen entscheidenden Faktor dar, um effiziente Verfahren zur Identifizierung der ausreisepflichtigen Personen zu etablieren und die Ausstellung von Reisepapieren zu beschleunigen", so Pegel.

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